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International

Alle Bomben des Amokschützen entschärft

Sonntag, 22. Juli 2012, 11:50 Uhr

In der Wohnung des mutmasslichen Todesschützen von Aurora in Colorado haben Experten alle Sprengfallen entschärft. Im Falle einer Explosion wäre das ganze Haus in die Luft gegangen.

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Das explosive Material wurde mit Lastwagen an einen verlassen Ort in Aurora gebracht. Experten liessen dann das Material kontrolliert explodieren.

Nach dem Massaker in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado hat die Polizei alle Sprengfallen in der Wohnung des Attentäters entschärft. In der Nacht zum Sonntag verlautete aus Ermittlerkreisen, im Apartment des 26-jährigen Studenten in Aurora im Raum Denver seien rund 30 Sprengsätze  entdeckt worden.

Jeder der eintritt, sollte sterben

Sie seien mit Drähten mit einem Schaltkasten in der Küche verbunden gewesen. Zudem hätten sich in der Wohnung zwei Behälter mit explosiven Flüssigkeiten und eine grosse Menge scharfer Munition befunden.

Bei der Entschärfung der Sprengfallen setzte die Polizei in der Wohnung des Attentäters auch einen Roboter ein. Es gab mehrere kontrollierte Explosionen in der Wohnung. Es habe sich um ein «extrem gefährliches» Umfeld gehandelt, sagte der Polizeichef von Aurora, Dan Oates. «Diese Wohnung war konzipiert, jeden zu töten, der sie betritt.» Ein Sprengstoffexperte erklärte, im Falle einer Explosion wäre vermutlich der gesamte Gebäudekomplex in die Luft gegangen.

Der Attentäter hatte zuvor bei einer Kino-Premiere des neuen «Batman»-Films in Aurora 12 Zuschauer erschossen. Über sein Motiv herrschte am Wochenende weiter Unklarheit. Der Täter soll am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

(reuters/dpa/hurg;krua)