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International

Sorge um C-Waffeneinsatz in Syrien wächst

Samstag, 21. Juli 2012, 21:22 Uhr

Eine unheimliche Unbekannte im syrischen Bürgerkrieg sind die Chemiewaffen. Nicht nur über den Umfang des syrischen Chemiewaffenarsenals wird diskutiert, sondern auch über die Kampfstoffe selbst.

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Bisher konnte sich der Westen darauf verlassen, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad sein riesiges Chemiewaffen-Arsenal sicher unter Verschluss hält. Doch nun wächst die Sorge. Was wird aus den tödlichen Vorräten von Senfgas und Sarin?

Dass die syrische Regierung Chemiewaffen gegen das eigene Volk einsetzt, sei unwahrscheinlich – damit würde die Regierung international geächtet und die Unterstützung von Russland und China verlieren, sagte Islamwissenschaftler Reinhard Schulze der «Tagesschau».

Sorgen um mögliche Chemiewaffen Syriens (Tagesschau, 21.07.2012).

Ebenso gross sei aber die Gefahr, dass dieses grosse syrische Waffenarsenal in terroristische Hände gerät, sagte der Experte weiter. Um das zu verhindern, könnte ein militärisches Eingreifen der USA doch noch wahrscheinlich werden.

Standort unbekannt

Syrien ist eines der wenigen Länder, die die Chemiewaffen-Konvention nicht unterschrieben hat. Diese internationale Übereinkunft von 1997 verlangt, dass Chemiewaffen weder entwickelt, noch gelagert geschweige denn eingesetzt werden dürfen.

Über den Umfang und den Standort der syrischen Chemiewaffen kann nur spekuliert werden.

Laut Informationen von Überläufern der syrischen Armee und aus Geheimdienstkreisen verfüge Syrien über Senfgas sowie über die Nervengifte Sarin und VX. VX sei eine der gefährlichsten Giftwaffen, sagt Andreas Zaugg vom Labor Spiez (BE) zur «Tagesschau».

(sf/weis)