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Massaker in US-Kino war lange geplant
Das Blutbad in einem Kino hat in den USA Entsetzen ausgelöst. Warum hat der 24jährige Student geschossen, was war sein Motiv? Die Bluttat hat auch die Debatte um die Waffengesetze neu entfacht.
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Nach dem Kino-Massaker von Colorado, bei dem 12 Menschen starben, wird über das Motiv des Täters gerätselt.
Offensichtlich hatte der 24 Jahre alte Mann seine Tat von langer Hand vorbereitet: Waffen, massenhaft Munition und schusssichere Spezialkleidung, die er bei dem Blutbad mit 12 Toten nutzte, hatte er in den vergangenen Monaten ganz legal erworben, seine Wohnung in Aurora bei Denver mit Sprengfallen präpariert, bevor er in der Nacht zum Freitag in der Mitternachtspremiere des Batman-Film «The Dark Knight Rises» wahllos das Feuer auf die Kinobesucher eröffnete.
30 der insgesamt 58 Verletzten wurden nach Angaben des Gouverneurs von Colorado, John Hickenlooper, am Freitagabend (Ortszeit) noch in Krankenhäusern behandelt. 11 befänden sich in kritischem Zustand.
6000 Schuss Munition im Internet gekauft
Nach Einschätzung der Polizei handelte der Student der Neurowissenschaften allein. Der 24jährige sei der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen, er hatte keine Vorstrafen. Am Montag soll Holmes erstmals vor Gericht erscheinen.
Er habe die Waffen und Munition offensichtlich ganz legal erworben, sagte Auroras Polizeichef Dan Oates laut dem Sender CNN. Allein 6000 Schuss Munition habe er im Internet gekauft.
Während der Tat habe er eine Faustfeuerwaffe, ein halbautomatisches Sturmgewehr und ein Schrotgewehr benutzt, berichteten US-Medien. Ausserdem habe man in seinem Auto eine weitere Pistole gefunden.
Massaker in Colorado – Täter war maskiert
Ein Student hat bei einer nächtlichen Batman-Filmpremiere in einem Kino bei Denver im US-Bundesstaat Colorado 12 Menschen erschossen und 59 verletzt. Der schwer bewaffnete Täter trug eine Gasmaske wie der Bösewicht Bane in dem Actionfilm «The Dark Knight Rises».
Kopfzerbrechen bereitete den Ermittlern die mit Sprengsätzen präparierte Wohnung des Schützen. Sicherheitshalber wurden neben dem Wohnhaus des Täters auch vier umliegende Apartmenthäuser evakuiert.
Die komplizierte Konstruktion aus Sprengstoff und entzündlichen chemischen Substanzen beschrieb Polizeichef Oates als etwas, «was wir noch nie gesehen haben». «Es gibt eine Menge Drähte», sagte er.
Frühestens im Laufe des Samstags könnten Experten die Wohnung betreten. Auch der Einsatz von Spezialrobotern war im Gespräch.
Batman-Regisseur: «Sinnlose Tragödie»
Batman-Regisseur Christopher Nolan brachte seine «tiefe Trauer» über das Blutbad zum Ausdruck. In einer Mitteilung im Namen der Schauspieler und Mitwirkenden von «The Dark Night Rises» sprach der britisch-amerikanische Regisseur von einer «sinnlosen Tragödie», wie das US-Branchenblatt «Hollywood Reporter» berichtete.
«Das Kino ist mein zu Hause. Die Vorstellung, dass jemand diesen unschuldigen und erwartungsvollen Ort derart brutal entweiht, ist einfach verheerend», führte Nolan weiter aus. Er sprach den Opfern und ihren Familien seine Anteilnahme aus.
(dpa/buev; kunb)






