International
Ägyptens Ex-Vizepräsident Suleiman in Kairo beigesetzt
Der ehemalige ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman ist in Kairo mit militärischen Ehren beigesetzt worden. Der enge Vertraute des früheren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak war am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in einem Spital in den USA gestorben.
Als Todesursache wurde in ägyptischen Medien eine nicht näher genannte, seltene Krankheit angegeben.
Mit militärischen Ehren ist der frühere ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman beigesetzt worden. Die führenden Generäle des Landes und Hunderte Trauergäste wohnten der Zeremonie auf einem Militärfriedhof in der Hauptstadt Kairo bei. Die Beisetzung wurde vom staatlichen ägyptischen Fernsehen übertragen.
Einige Gäste riefen Parolen gegen den gewählten Präsidenten Mohammed Mursi und die islamistische Muslimbruderschaft, der dieser bis zu seiner Wahl angehört hatte.
Gespanntes Verhältnis zu Mursi
Präsident Mohammed Mursi schickte einen Vertreter zu dem Begräbnis. Aktivisten hatten zuvor erklärt, Suleiman verdiene keine Beisetzung mit militärischen Ehren, da er für die jahrelange Unterdrückung oppositioneller Gruppen verantwortlich sei.
Das Verhältnis zwischen Mursi und dem machtvollen Obersten Militärrat, der seit Mubaraks Abgang die Zügel in der Hand hält, ist äusserst angespannt.
Suleiman hatte unter Mubarak viele Jahre lang den Geheimdienst geleitet. Wenige Tage vor seinem erzwungenen Rücktritt im Februar 2011 ernannte ihn Mubarak noch zum Vizepräsidenten. Dieses Amt verlor Suleiman allerdings wieder, als der Militärrat nach dem Abgang von Mubarak die Macht übernahm.
(sda/dpa/weis)






