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Schilthornbahn nach Panne für mehrere Tage gesperrt

Freitag, 20. Juli 2012, 21:16 Uhr, Aktualisiert 21.07.2012, 11:46 Uhr

Für Dutzende Touristen wurde ein Ausflug aufs Schilthorn am Freitag zur Geduldsprobe: Ein technischer Defekt setzte die Bahn ausser Betrieb. Viele Reisende mussten sich zu Fuss auf den Rückweg machen. Bis Mitte Woche steht die Bahn nun sicher still.

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Der Defekt sei schwerwiegender als zunächst vermutet, heisst es in einer Mitteilung der Schilthornbahn. Grund für den Stillstand ist ein kaputtes so genanntes Umlenkrad eines Zugseiles in der Antriebsstation Mürren. Dieses müsse nun ersetzt werden.

Bild Das defekte Umlenkrad der Bahn.
Das defekte Umlenkrad der Bahn. Ein baugleiches wurde nun in Italien aufgetrieben. Es soll Anfang der Woche eingesetzt werden. pd

Ein neues Rad aus Italien

Die Herstellerfirma habe ein baugleiches Rad in Italien ausfindig machen können, schreibt die Bahn. Dieses soll am Montag in der Schweiz eintreffen und am Dienstag in Mürren eingebaut werden. Am Mittwoch, davon geht die Betreiberin aus, kann der Betrieb auf der Strecke Mürren-Birg-Schilthorn dann wieder aufgenommen werden. Die Bahn weist daraufhin, dass die Luftseilbahn Stechelberg-Gimmelwald-Mürren sowie die Standseilbahn Mürren-Allmendhubel fahrplanmässig verkehren.

Die Panne bei der Bahn hatte am Freitagnachmittag 91 Reisende und Bahnangestellte über Stunden auf dem Schilthorn und bei der Zwischenstation Birg festgesetzt. Weil das Wetter zu schlecht war, konnten sie nicht mit dem Helikopter nach unten gebracht werden. Die meisten von ihnen machten sich deshalb zu Fuss auf den Rückweg nach Mürren. Eine kuwaitische Familie blieb über Nacht in einer Wohnung bei der Zwischenstation Birg, weil ihr Kind im Rollstuhl nicht nach Mürren gebracht werden konnte.

Bild Schilthornbahn (Archivbild)
Die Schilthornbahn, hier auf einem Archivbild, ist nach einer Panne in den kommenden Tagen ausser Betrieb. pd

Bereits früher Probleme

Wie Schilthornbahn-Direktor Christoph Egger zu «SF Online» sagte, war das Problem am Freitagnachmittag um 15.30 Uhr auf der dritten Sektion Mürren-Birg festgestellt worden. Die Sektion ist der längste Abschnitt und überwindet eine Höhendifferenz von mehr als 1000 Metern.

Am 29. Dezember 2004 war es bei dieser Sektion zu einem Versagen eines der beiden Tragseile gekommen. Die Bahn konnte vor der Schadenstelle angehalten werden. Alle 53 Insassen wurden damals mit einem Helikopter geborgen.

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(sda/hues/krua;hurg)