Krise im Euro-Land
Euro-Kassenhüter billigen Spanien-Hilfen
Die Euro-Finanzminister haben das Banken-Hilfsprogramm für Spanien von bis zu 100 Milliarden Euro endgültig gebilligt. 30 Milliarden bekommen die spanischen Finanzinstitute sofort.
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Das Geld soll in vier Tranchen an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob überwiesen werden, um den Finanzsektor zu stabilisieren, teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach einer Videokonferenz der Euro-Finanzminister mit.
Zahlreiche Auflagen für Milliardenhilfe
«Die spanische Regierung behält die volle Verantwortung für die Unterstützung», heisst es in der Erklärung der Eurogruppe.
Im Gegenzug für die Hilfe muss Madrid zudem seinen Bankensektor neu ordnen: Alle Massnahmen müssen in Einklang mit den strengen EU-Beihilferegeln stehen. Nicht überlebensfähige Institute müssen abgewickelt werden. Zudem ist die Einrichtung einer Bad Bank für faule Kredite im Volumen von 25 Milliarden Euro vorgesehen.
Die Europartner verlangen von der Regierung aber auch eine Stärkung der Bankenaufsicht. Die entsprechende Vereinbarung soll in den kommenden Tagen mit Madrid unterzeichnet werden.
Von einem Topf zum Nächsten
Das Geld kommt zunächst aus dem befristeten Rettungschirm EFSF. Sobald der dauerhafte und robustere ESM aufgespannt ist, wird die Finanzhilfe für Spanien von diesem geleistet.
Wie hoch die Notkredite genau ausfallen, soll sich jeweils durch den spezifischen Bedarf einzelner Banken ergeben. Der soll im September ermittelt sein. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt 12,5 Jahre. Die letzten Darlehen müssen 2028 wieder zurückgezahlt werden.
(dpa/sda/godc)



