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International

Brände verunsichern Touristen im Süden Europas

Freitag, 20. Juli 2012, 17:28 Uhr

Waldbrände haben in Portugal und Italien Touristen in Aufruhr versetzt: Die Flammen näherten sich in Portugal der Algarven-Küste. Und in der Adria mussten Camping-Touristen vor den Flammen geschützt werden.

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In Portugal richtete das Feuer beträchtlichen Schaden an. Das Feuer habe nach 48 Stunden rund ein Drittel der Fläche des Verwaltungsbezirks Tavira vernichtet, sagte ein Behördenmitglied. Auch im Norden des Landes loderten kleinere Waldbrände.

Die Flammen wüteten zwar noch rund 20 Kilometer von der beliebten Algarve-Küste entfernt. Sie näherten sich aber dem 11'000-Einwohner-Städtchen São Brás de Alportel, etwa 15 Kilometer nördlich der Algarve-Hauptstadt Faro.

«Die Lage ist besorgniserregend, die Flammen sind nur zwei Kilometer von der Stadt entfernt», sagte der Bürgermeister. Rund 100 Patienten einer Klinik seien in Sicherheit gebracht worden. Viele Tiere seien getötet und auch Häuser zerstört worden.

Grosseinsatz der Feuerwehr in Italien

Auch in Italien ging der Kampf gegen die Flammen weiter. Das vor vier Tagen ausgebrochene Feuer im süditalienischen Pollino-Nationalpark ist noch nicht gelöscht, aber weitgehend unter Kontrolle. Vier Löschflugzeuge und ein Helikopter arbeiteten weiter daran, den Brand einzudämmen.

In der Nähe von Ravenna an der Adria mussten Campingplätze evakuiert werden, weil die Flammen sich näherten. In Massa Marittima in der Toskana zerstörte ein Brand einen Ferien-Bauernhof. Zwei Touristen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Aufatmen auf Madeira

Auf der Atlantikinsel Madeira war die Situation im Vergleich zu den Vortagen etwas entspannter, vier Brandherde flackerten dort allerdings am Freitagvormittag wieder auf. Zwei Brände gebe es in der Nähe der Inselhauptstadt Funchal. Dort hatten die Flammen mehrere Häuser sowie eine Industrieanlage zerstört.

(sda/galc;godc)