International
Mysteriöser Cyberangriff auf mehrere Länder
Der Iran und vier weitere Staaten im Nahen und Mittleren Osten sind Sicherheitsexperten zufolge seit mindestens acht Monaten einem Cyberangriff ausgesetzt. Besonders auffällig: Die Computerprogramme des Trojaners sind in Persisch geschrieben.
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Wie das israelische Unternehmen Seculert und die russische Firma Kaspersky Lab mitteilten, handelt es sich um den ersten derartigen Angriff, bei dem die verwendeten Computerprogramme persische Formulierungen enthalten. «Aber wir wissen nicht, woher diese Leute stammen», sagte Seculert-Technologiechef Aviv Raff.
«Jemand erstellt ein grosses Dossier»
Die genauen Ziele des «Mahdi» genannten Trojaners nannten die Unternehmen nicht. Die meisten betroffenen Rechner stünden im Iran. Insgesamt seien etwa 800 Personen und Organisationen Opfer der Angriffe, darunter Finanzdienstleister, Botschaften in fünf Ländern, Versorgungsunternehmen und Maschinenbau-Studenten, hiess es.
Mit «Mahdi» lassen sich demnach Dateien stehlen, E-Mails mitlesen, Räume abhören, Schnappschüsse vom Desktop anfertigen und Textbotschaften abfangen. Vermutlich seien mehrere Gigabyte Daten von den befallenen Rechnern heruntergeladen worden. «Jemand versucht im grossen Umfang ein Dossier zu erstellen», sagte Raff. «Wir wissen nicht, was sie am Ende vorhaben.»
Hinter früheren Angriffen mit anderen Computerviren wie «Flame» in diesem Jahr oder «Duqu» 2011 werden staatliche Stellen vermutet.
«Mahdi»
Seculert und Kaspersky tauften den Trojaner «Mahdi», nach einer berühmten Figur im Islam, weil die Hacker offenbar einen Folder mit diesem Namen verwendeten, als sie die Software entwickelten. Ein Textfile des Programms heisst zudem mahdi.txt.
(sda/buev;frua)






