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Schweiz

Fluglärm: Aargau wehrt sich gegen Doppelbelastung

Roman Banholzer
Montag, 16. Juli 2012, 20:33 Uhr

Der Widerstand gegen den Fluglärm-Staatsvertrag kommt aus allen Himmelsrichtungen. Besonderes starker Gegenwind bläst aus dem Aargau, wie «Schweiz aktuell» berichtet. Aber auch die Piloten sind mit der aktuellen Diskussion unzufrieden.

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Aargau wehrt sich gegen Fluglärm

Der gekröpfte Nordanflug führt über aargauisches Gebiet – und auch die Starts nach Norden belasten den Kanton Aargau. Der Gemeindepräsident von Lengnau im Surbtal kämpft schon seit Jahren gegen den Fluglärm: «Wir sind sehr erstaunt, dass der gekröpfte Nordanflug jetzt ausgerechnet vom Flughafen Zürich wieder ins Gespräch gebracht wird.» Dieses Anflugverfahren brächte mehr Flugzeuge über der Gegend am Morgen.

Politik bestimmt über Piloten

Aber auch die geplanten Starts nach Norden führten über das Surbtal und den Bötzberg: «Es führt zu einer Doppelbelastung mit gekröpftem Nordanflug am Morgen und mit der neuen Abflugroute in der Nacht. Also ausgerechnet in dieser schwierigen Zeiten hätten wir den gesamten Lärm hier über uns.»

Die ganze Diskussion über An- und Abflugsrouten empfinden auch die Piloten selber als problematisch. Das politische Korsett werde immer enger, so Thomas Steffen vom Pilotenverband Aeropers: Als Pilot würden wir gerne mit Wind von vorne landen auf der Piste die ideal ist.» In Zürich gebe es immer mehr die Tendenz, dass die Politik den Piloten vorschreibt, auf welcher Piste man zu landen hab. Aus Sicht des Piloten sei dies nicht ideal.