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Kultur

«Deep Purple»-Fixstern Jon Lord ist untergegangen

Montag, 16. Juli 2012, 22:38 Uhr, Aktualisiert 17.07.2012, 14:41 Uhr

Jon Lord war der musikalische Wegbegleiter einer ganzen Generation. Der Mitgründer der englischen Hardrock-Band «Deep Purple» ist in London nach einem langen Krebsleiden einer Lungenembolie erlegen. Auch in der klassischen Musik hat Lord seine Spuren hinterlassen.

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«Deep Purple»-Mitgründer Jon Lord gestorben. (Tagesschau 17.7.2012, 12.45)

«Jon geht aus der Dunkelheit ins Licht», hiess es in einem Nachruf auf seiner Webseite. Als Hammond-Organist trug Lord massgeblich zum Erfolg von Deep Purple in den späten 60er und frühen 70er Jahren bei. Titel wie «Smoke on the Water» oder «Highway Star» prägten das damalige Lebensgefühl.

Lord verhalf mit seinem breit gefächerten Talent nicht nur «Deep Purple» zu Glanz. Er war auch wichtige «Zutat» vieler anderer bekannter Bands, wie Whitesnake, Paice oder Ashton and Lord.

Weltweit für Aufsehen sorgte seine Pionierleistung in der musikalischen Aussöhnung von Hardrock und klassischer Musik. Im «Concerto for Group and Orchestra» verband er 1969 erstmals kreischende Elektro-Gitarren virtuos mit den klassischen Klängen des «Royal Philharmonic Orchestra» in der legendären «London's Royal Albert Hall».

Hardrock-Establishment

Jon Lord wurde in Mittelenglands Leicester geboren, wo er bereits im frühen Alter das klassische Piano erlernte. In seinen späten Teens-Jahren spielte er mit verschiedenen Jazz-, Rhytm- and Bluesbands in den Pubs seiner Heimat, ehe er sich seine erste elektrische Orgel kaufte.

Von 1968 an gehörte seine Band «Deep Purple» zum Establishment der britischen Hardrock-Szene. Zusammen mit Bands wie «Led Zeppelin» und «Black Sabbath» stürmte «Deep Purple» die Charts auf der ganzen Welt.

Back to Orchestra

«Deep Purple», im Guiness-Buch der Rekorde einst gelistet als «lauteste Band der Welt», erlebte auch im Line-up turbulente Zeiten. Zwischen 1976 und 1984 figurierte Jon Lord als Fixstern der Band, bis er ihr im Jahr 2002 den Rücken kehrte und gemeinsam mit verschiedenen Musikern in Erscheinung trat, darunter auch mit alten Weggefährten wie dem Drummer Ian Paice, dem Whitesnake-Sänger David Coverdale and dem Gitarristen Ritchie Blackmore.

Lords Solo-Bemühungen umfassten auch sein orchestrales Werk «Sarabande». Die letzten Jahre soll er nach eigenen Aussagen damit verbracht haben, eine definitive Version des «Concerto for Group and Orchestra» zu entwickeln.

(reuters/sda/dpa/from; fref)