International
UNO warnt vor dramatischer Krise in Mali
Der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jan Eliasson hat vor einer dramatischen humanitären Krise in Mali gewarnt. 18 Millionen Menschen seien vom Hungertod bedroht, betonte er im Rahmen des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union.
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«Die Welt muss aufwachen und das anhaltende humanitäre Desaster erkennen, bei dem 18 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind», sagte Eliasson auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba in Äthiopien.
Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) forderte Eliasson, dass die Gemeinschaft mit der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) und die UNO weiter zusammenarbeiten müssten, um Mali vor einer humanitären Katastrophe zu bewahren.
Regierung der Nationalen Einheit für Mali
Die AU will in den Krisengebieten des Kontinents intervenieren. Ihre Vertreter forderten, dass die Militärjunta im Krisenstaat Mali abdankt.
Die AU hat die von den Militärs nach dem Putsch im März eingesetzte Übergangsregierung in Mali aufgefordert, unverzüglich eine «Regierung der nationalen Einheit» zu bilden. Das sei die Voraussetzung zur Wiederherstellung der Einheit des Landes und der Ordnung im Norden Malis. Dort dominieren islamistische Gruppen und Tuareg-Rebellen. Die bewaffneten Gruppen seien eine «ernste Bedrohung der regionalen und internationalen Sicherheit», sagte Lamamra.

Südafrikas Innenministerin neue AU-Vorsteherin
Nkosazana Dlamini-Zuma ist die neue Vorsitzende der AU-Kommission. Die südafrikanische Innenministerin hat den Machtkampf mit der notwendigen Zweidrittels-Mehrheit errungen. Der bisherige Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun unterlag überraschend klar.
Beim AU-Gipfel im Januar hatte keiner der beiden die Zweidrittelmehrheit für den wichtigsten AU-Posten erhalten.
Fortschritte im Sudan
Angesichts der Offensiven von Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo rufen die Afrikaner nach neuen internationalen Friedenstruppen. Dagegen scheint es bei der Lösung des Streits zwischen dem Sudan und Südsudan deutliche Fortschritte zu geben.
Der Sudan und Südsudan wollen ihren Konflikt über Öl und Grenzziehung friedlich beilegen. Dies betonten die Präsidenten der Staaten, Omar al-Baschir und Salva Kiir, bei ihrem ersten Treffen nach über einem halben Jahr am Rande des AU-Gipfels.
Beide Länder hätten versichert, «nie wieder Differenzen mit Gewalt lösen zu wollen und gegenseitig die Souveränität und territoriale Integrität anzuerkennen», sagte der Vorsitzende der AU-Kommission für Frieden und Sicherheit, Ramtane Lamamra.
Erstmals seit 1995 nahm mit dem neuen Präsidenten Mohammed Mursi das Staatsoberhaupt Ägyptens an einem AU-Gipfel teil. Der frühere Präsident Husni Mubarak hatte sich nach einem missglückten Attentatsversuch bei einem Gipfel 1995 geweigert, an diesen halbjährigen Treffen – früher der Organisation afrikanischer Staaten (OAS), heute der AU – teilzunehmen. «Ägypten wird alle seine Ressourcen nutzen, um die Integration Afrikas zu einem gemeinsamen Markt zu unterstützen», sagte Mursi.
(agenturen/fref; buev)







