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Preisentwicklung SBB-Abos
Quelle: sf
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Schweiz
ÖV: Tarife steigen um 5 Prozent
Bahn- und Busfahren wird im Dezember um mehr als 5 Prozent teurer. Doch für einige Billette schlagen die Preise leicht weniger auf als vorgesehen. Darauf haben sich der Preisüberwacher und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) geeinigt.
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Billette zum Normaltarif in der zweiten Klasse werden ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 statt um 4 um 3 Prozent teurer, wie der Preisüberwacher Stefan Meierhans mitteilte. In der ersten Klasse muss ab dem Fahrplanwechsel für ein einzelnes Billett 6,5 statt 7 Prozent mehr bezahlt werden.
Der Grund für die Preisaufschläge ist, dass die Bahnen dem Bund in Zukunft massiv mehr für die Benützung der Gleisinfrastruktur abliefern müssen – rund 200 Millionen Franken mehr pro Jahr. Dies schlage sich nun auf die Billettpreise nieder, bedauert Meierhans. Er habe keine Freude an diesen Preiserhöhungen, sagte er in der «Tagesschau». Es sei jedoch ein politischer Entscheid.
Der Preisüberwacher als Institution habe unter anderem einen präventiven Effekt. So werde das Thema nicht hinter verschlossenen Türen abgehandelt. Man wisse zudem nicht, wie die Situation aussehen würde, wenn es niemanden gäbe, der die Entwicklung beobachten würde. Und jeder Franken, den man für den Konsumenten spart, bedeute einen Franken mehr in dessen Portemonnaie.
Weniger Aufschlag bei 2.-Klass-GA und Halbtax
Gar nicht erhöht werden die Preise für ab 9 Uhr gültige Tageskarten. Einen geringeren Aufschlag als geplant wird es bei Generalabonnements (GA) für die zweite Klasse sowie für das Halbtax-Abo geben.
Die Preise im öffentlichen Verkehr steigen aber nach wie vor um über 5 Prozent. Eine nächste Preisrunde darf gemäss der Einigung prinzipiell frühestens in zwei Jahren stattfinden, also zum Fahrplanwechsel Ende 2014.
Ausfälle von 17 Millionen Franken
Nach Angaben des VöV entgehen den Transportunternehmen wegen der Vereinbarung Einnahmen von rund 17 Millionen Franken im Jahr. Hätten die Betriebe die Erhöhung der Trassenpreise vollständig auf die Billette übergewälzt, hätten die Fahrpreise um ungefähr 7 Prozent erhöht werden müssen.
Preisüberwacher Stefan Meierhans wollte Kunden, die vorwiegend ausserhalb der Stosszeiten reisen, weniger stark belasten, wie es in der Mitteilung der Preisüberwachung hiess.
Er und der VöV vereinbarten deshalb, dass bis Ende 2013 Alternativen zum heutigen GA angeboten werden, die mehr Kunden ausserhalb der Hauptreisezeiten in die Züge bringen. Diese bessere Auslastung der Züge solle mithelfen, die Kosten zu decken und den Bedarf für künftige Erhöhungen der Preise zu reduzieren.
Per Dezember 2011 stiegen die Preise fürs Bahnfahren insgesamt um 1,2 Prozent. Auch damals hatte der Preisüberwacher interveniert. Zunächst hätte der Aufschlag 1,5 Prozent betragen.
(sda/hesa;mery)






