Schweiz
Gemeinde stimmt Asylzentrum auf Lukmanierpass zu
Der Bund kann 100 Asylsuchende in einer Militärunterkunft auf dem Lukmanierpass unterbringen. Der Vorstand der betroffenen Gemeinde Medel gab grünes Licht – einstimmig. Medel ist damit bereits die zweite Bündner Gemeinde, die einem Asylzentrum des Bundes zustimmt.
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Der Vorstand der Bündner Gemeinde Medel hat dem vom Bund geplanten Asylzentrum auf dem Lukmanierpass zugestimmt. Nach dem Willen der Gemeinde können damit im Sommerhalbjahr bis zu 100 Asylsuchende in der Militäranlage untergebracht werden. Das Vorhaben soll einmalig bleiben – eine Wiederholung in späteren Jahren ist nicht geplant.
Der Entscheid im Gemeindevorstand sei einstimmig gefallen, sagte Präsident Peter Binz. Entscheidend seien positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung gewesen. «Wir können einen Beitrag leisten und wir wollen ihn leisten.» Vor der künftigen Situation habe man allerdings durchaus Respekt.
Zweites Zentrum in Sufers
Medel ist schon die zweite Bündner Gemeinde, die bereit ist, Asylsuchende in einer Militärunterkunft aufzunehmen. Im 134 Einwohner zählenden Dorf Sufers auf der San-Bernardino-Route hat der Gemeindevorstand Anfang Juli einem Bundeszentrum zugestimmt. Dort soll die Anlage voraussichtlich diesen Herbst in Betrieb genommen werden. In beiden Gemeinden müssen nun noch Detailvereinbarungen mit dem Bund getroffen werden.
(sda/krua;godc)







