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International

54 Flüchtlinge sterben im Mittelmeer bei Bootsunglück

Mittwoch, 11. Juli 2012, 8:36 Uhr

Sie wollten ein besseres Leben in Europa und fanden den Tod: 55 Afrikaner stachen mit einem Schlauchboot von Libyen aus in See. Die meisten verdursteten, nur einer überlebte.

Bild Bootsflüchtlinge vor Italiens Insel Lampedusa.
Trotz Todesgefahr steigen die Flüchtlinge in die Boote. Oft sind diese überfüllt und seeuntauglich. Im Bild: Bootsflüchtlinge vor Italiens Insel Lampedusa im März 2012.

Nach UNO-Angaben hat die tunesische Küstenwache den Mann aus Eritrea gerettet. Er klammerte sich an den Resten des Schlauchboots und war extrem dehydriert.

Ende Juni ist er nach eigenen Angaben zusammen mit 54 weiteren Menschen in Libyen aufgebrochen. Kurz vor der Küste Italiens trieb das Boot wegen starker Winde wieder aufs offene Meer hinaus. Nach einigen Tagen entwich die Luft aus dem Boot. Da nicht genügend Wasser an Bord war, tranken einige Insassen Meerwasser. Das habe ihren Durst noch verschlimmert, berichtete der Überlebende UNHCR-Mitarbeitern.

Ziel Europa – Tausende sterben

Tausende Migranten kamen in den vergangenen Jahren beim Versuch ums Leben, von Nordafrika über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Nach Angaben des UNHCR starben in diesem Jahr bislang 170 Menschen, die sich von Libyen aus auf den Weg machten. Etwa 1300 erreichten Italien seit Anfang 2012, 1000 schafften es bis nach Malta.

(sda/galc;mery)