Wirtschaft
Steuer-Razzien bei deutschen Credit-Suisse-Kunden
In Deutschland haben Steuerfahnder bei deutschen Kunden der Schweizer Grossbank Credit Suisse landesweit Hausdurchsuchungen durchgeführt. Insgesamt sollen rund 7000 Kunden davon betroffen sein, die meisten davon Deutsche.
Der Grund für die Hausdurchsuchungen seien Erkenntnisse über Steuerhinterziehung, bei «denen Milliarden von Euro am deutschen Fiskus vorbeigeschleust» worden seien, berichtete die Zeitung «Handelsblatt» in ihrer Online-Ausgabe.
Bei der Credit Suisse hiess es, es gebe «eine Anzahl Kunden, die belangt worden sind». Allerdings biete die Bank solche Versicherungsprodukte «schon seit einigen Jahren nicht mehr in Deutschland an», sagte ein Sprecher der Grossbank.
Bei den Scheinversicherungen handelt es sich laut «Handelsblatt» um Produkte der Tochterfirma Credit Suisse Life mit Sitz auf Bermuda. Insider hätten berichtet, die Bank habe normale Konten als steuerfreie Versicherungen getarnt.
Leck innerhalb der Bank
Der Life-Sprecher sagte, es gehe um legale Bankprodukte, wie sie von vielen Geldinstituten angeboten würden. Zudem seien auch alle Kunden aus Deutschland darauf hingewiesen worden, «dass die Steuerpflicht bei ihnen selbst liegt, und das haben die Kunden unterzeichnet».
Laut «Handelsblatt» gelangten «verfängliche Daten über ein Leck innerhalb der Bank an die deutschen Steuerfahnder». Dazu könne Credit Suisse «keine Angaben machen», sagte Dosch. Der Zeitung zufolge werden die Ermittlungen über die Steuerfahndung Wuppertal koordiniert. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans habe die Angaben bislang weder bestätigen noch dementieren wollen.
Der Zeitung zufolge sollen rund 7000 Kunden der Credit Suisse betroffen sein, die meisten von ihnen Deutsche. In Zürcher Finanzkreisen hiess es dazu, dies sei vermutlich zu hoch gegriffen.
(dpa/muei; rufi)



