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Touristin stirbt bei Fussmarsch durch Därligen-Tunnel

Montag, 9. Juli 2012, 18:08 Uhr

In einem Bahntunnel im Berner Oberland wurde am Sonntagnachmittag eine 23- jährige amerikanische Touristin von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Frau war mit drei Männern zusammen durch den Tunnel marschiert. Die Männer blieben alle unverletzt.

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Die vier Personen marschierten zu Fuss von Interlaken nach Därligen. Von Interlaken näherte sich gleichzeitig ein Zug. Trotz der sofortigen Einleitung einer Notbremsung des Lokomotivführers, erfasste der Zug die junge Frau. Die drei Männer konnten sich rechtzeitig retten und blieben somit unverletzt.

Interlaken und Därligen liegen etwa fünf Kilometer voneinander entfernt. Es ist vorstellbar, dass die vier Touristen zuerst dem Aarekanal in Richtung Westen marschierten und dann am Ende des Wegs - statt umzukehren und dem Wanderweg zu folgen oder in Interlaken-Ost einen Regionalzug zu nehmen - sich einen eigenen Pfad suchten. Entlang am Thunerseeufer führt die Bahnstrecke und eine stark befahrene Strasse, aber kein Fussweg von Interlaken nach Därligen. «Meines Wissens ist so etwas noch nie vorgekommen», sagt Därligens Gemeindeschreiber.

Die Berner Kantonspolizei äusserte sich auf Anfrage nicht zu dieser These. Es wurde lediglich von einer Sprecherin bestätigt, dass es sich bei den drei nicht verletzten Begleitern der jungen Frau auch um Touristen handelte. Deren Nationalität wurde nicht bekanntgegeben.

(sda / knom)