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Schweiz

Roma-Titelbild der «Weltwoche» – Verfahren eingestellt

Montag, 9. Juli 2012, 20:54 Uhr

Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft stellt das Verfahren gegen die «Weltwoche» ein. Das Anfang April veröffentlichte Titelbild eines bewaffneten Roma-Jungen stellt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft keinen Verstoss gegen die Antirassismus-Strafnorm dar. Nach der Publikation des Bildes hatte es Proteste gehagelt.

Bild Das besagte Cover der Weltwoche von vergangenen April.
Bild und Text zusammen verstossen laut der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft nicht gegen die Anti-Rassismus-Strafnorm: Das umstrittene «Weltwoche»-Titelbild. sf

Die Wochenzeitung hatte Anfang April einen kleinen Roma-Buben auf dem Titelbild gezeigt, der mit einer Pistole auf den Betrachter zielte. Das Bild mit dem Titel «Die Roma kommen: Raubzüge durch die Schweiz» illustrierte einen Bericht über Roma-Kriminalität.

Bild aus dem Zusammenhang gerissen

«Das Titelbild zusammen mit dem Inhalt des Artikels setzt die Roma nicht als Volk herab», begründete eine Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft in der Sendung von Radio DRS die Einstellung des Verfahrens.Thematisiert werde damit lediglich der Missbrauch der Kinder durch die Roma-Clans.

Das Bild war ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang aufgenommen worden, wie sich später herausstellte. Die Pistole war eine Spielzeugwaffe.

Antirassismus-Strafnorm verletzt?

Nach der Veröffentlichung des Titelbildes hatte es Kritik gehagelt. Es sei rassistisch und verstosse gegen die Rassismus-Strafnorm.

Mehrere Anzeigen wurden eingereicht. Daraufhin leitete die Zürcher Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung ein, um abzuklären, ob die «Weltwoche» mit dem Titelbild gegen die Antirassismus-Strafnorm verstosse.

(sda/from;vaid)