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International

USA krönen Afghanistan zu wichtigem Verbündeten

Samstag, 7. Juli 2012, 8:54 Uhr

Die USA haben Afghanistan den Status eines «wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten» zugebilligt. US-Aussenministerin Hillary Clinton sagte bei ihrem unangekündigten Besuch in Kabul, damit geniesse Afghanistan Privilegien in der künftigen Zusammenarbeit mit den USA.

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Afghanistan wird wichtiger Verbündeter der USA (Tagesschau, 7.7.2012).

In Washington veröffentlichte das Weisse Haus das entsprechende Dekret von US-Präsident Barack Obama, womit der neue Status in Kraft tritt. Er sieht eine langfristige Kooperation zwischen den USA und Afghanistan in Sicherheitsfragen vor.

Die so eingestuften Partnerländer können unter anderem US-Rüstungsprodukte leichter erwerben und finanzieren. Es ist das erste Mal in der Amtszeit Obamas, dass dieser Status an ein Land vergeben wird. Rund 15 Staaten haben ihn, darunter Israel, Ägypten, Pakistan, Japan und Jordanien.

Konferenz über Afghanistan in Tokio

Bei seinem Besuch Anfang Mai in Kabul hatte Obama mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, das die Billigung dieses Status' für Afghanistan vorsah. Damit wurde der Abzug der NATO-Truppe ISAF vorbereitet, die ihren seit mehr als zehn Jahren andauernden Kampfeinsatz in dem Land bis Ende 2014 beenden will.

Aussenministerin Clinton legte auf ihrem Weg nach Tokio einen Zwischenstopp in der afghanischen Hauptstadt ein. In Tokio berät am Sonntag eine internationale Geberkonferenz über Hilfen für den zivilen Wiederaufbau Afghanistans. Karsai fordert für sein Land jährliche Hilfen in Höhe von rund vier Mrd. Dollar. An der Konferenz in der japanischen Hauptstadt nehmen Vertreter aus mehr als 70 Staaten teil.

Japanischen Medienberichten zufolge planen die Teilnehmer der Afghanistan-Konferenz Hilfszusagen bis einschliesslich dem Jahr 2015 in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar. In einer neuen Rahmenvereinbarung werden demnach Afghanistan und die Geberländer gegenseitige Verpflichtungen eingehen. Während Afghanistan auch während der Transformationsphase bis 2024 Unterstützung zugesichert werde, verpflichte sich das Land im Gegenzug zu Reformen und besserer Regierungsführung, hiess es.

(sda/dpa/horm; bers)