Vermischtes
Oensingen: Mutmasslicher Täter benutzte seine Armeewaffe
Eine Familienfehde hat in Oensingen (SO) zwei Todesopfer gefordert. Jetzt ist klar: Bei der Tat kam unter anderem eine Armeewaffe zum Einsatz. Es handelt sich dabei um die persönliche Waffe eines der mutmasslichen Schützen.
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Dies bestätigt das VBS gegenüber «Schweiz aktuell». Der Mann hätte nach Ende seiner Dienstzeit (er wurde im Februar auf eigenen Wunsch in den Zivildienst umgeteilt) seine Waffe abgeben müssen. Dies tat er allerdings nie – trotz zwei Aufforderungen.
Nächste Woche wäre eine richterliche Verfügung ergangen, die es der Militärpolizei erlaubt hätte, das Sturmgewehr 90 einzuziehen. Das VBS betonte, der mutmassliche Täter sei während seiner Dienstzeit nie negativ aufgefallen.
Von der Polizei sichergestellt wurde auch eine Pistole. Dabei handelt es sich nicht um eine Armeewaffe. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war die Pistole in illegalem Besitz eines der Festgenommenen.
Es ging um die «Familienehre»
Die tödlichen Schüsse fielen gegen 22.45 Uhr am Donnerstagabend auf dem Vorplatz eines Wohnhauses. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 51jährigen Vater und seinen 26jährigen Sohn.
Klar ist, dass es vor den Schüssen zu einem heftigen Streit gekommen war. Hintergrund der Tat ist offenbar ein Streit der zwei ursprünglich aus Kosovo stammenden Familien. Laut Marc Bodenmann, Reporter von «Schweiz aktuell» vor Ort, ging es dabei um die Familienehre. Die Polizei sprach lediglich von «familiären Meinungsverschiedenheiten».
Täter meldet sich bei Polizei
Ein 43jähriger Bekannter der beiden Opfer erlitt Schussverletzungen. Er befindet sich in Spitalpflege, ist jedoch ausser Lebensgefahr.
Nach der Schiesserei hatten sich zwei der dringend tatverdächtigten Männer – ebenfalls ein Vater und sein Sohn – vom Vorplatz entfernt. Kurze Zeit später meldete sich einer von ihnen bei der Kantonspolizei. Eine Polizeipatrouille nahm in der Folge die zwei Männer fest und stellte gleichzeitig die Tatwaffen sicher.
(sf/sda/schl;)



