Vermischtes
London hat jetzt das höchste Hochhaus Europas
«The Shard» – die Scherbe: So heisst das neu höchste Hochhaus Europas. In London ist der Wolkenkratzer mit einer schillernden Licht- und Musikshow eingeweiht worden. Finanziert wurde der Bau zu 95 Prozent von Katar.
Tausende Bewohner der britischen Hauptstadt versammelten sich, um zu verfolgen, wie Laserstrahlen von der Glas- und Stahlfassade des 310 Meter hohen Gebäudes den Nachthimmel erhellten.
Insgesamt 95 Stockwerke und eine Aussichtsplattform mit einem 360-Grad-Rundblick über London zählt das Gebäude. In ihm sollen unter anderem ein Fünf-Sterne-Hotel und Luxusrestaurants entstehen sowie zehn Wohnungen, die umgerechnet jeweils rund 75 Millionen Franken kosten sollen. Mit der Fertigstellung des Innenausbaus wird jedoch nicht vor 2013 gerechnet.
Gedämpfte Begeisterung des Bürgermeisters
Kurz vor der Show war der Turm bereits vom Ministerpräsidenten Katars, Hamad bin Dschassem al-Thani, und dem Sohn von Queen Elizabeth II., Prinz Andrew, offiziell eingeweiht worden.
Das 450 Millionen Pfund (rund 673 Millionen Franken) teure Projekt wurde zu 95 Prozent von Katar finanziert. Prinz Andrew erklärte, er hoffe, der Turm verleihe der Gegend neuen Aufschwung.
Londons Bürgermeister Boris Johnson sagte der BBC, das Gebäude sei «ein erstaunliches Stück Architektur». Angesichts der geteilten Meinung der Bürger über den Turm fügte er aber hinzu, dass der Bau von Wolkenkratzern in London «kontrolliert» bleiben müsse.
Tickets für Februar bereits erhältlich
Das Gebäude soll das «neue Wahrzeichen» der britischen Hauptstadt sein. Der Turm trägt den Namen «The Shard» (Glassplitter) wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Glassplitter.
Entworfen wurde der Turm vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano, der in ihm «eine kleine vertikale Stadt» für 12'000 Menschen sieht. Die Einweihung wurde bewusst kurz vor die Olympischen Sommerspiele gelegt, zu denen zwei Millionen Besucher aus aller Welt in London erwartet werden. Im Februar soll der Turm als Touristenattraktion öffnen, Tickets gibt es bereits ab Freitag.
(sda/fref)



