Vermischtes
Nach der Titanwurz blüht die Agave
Letztes Jahr die «Amorphophallus titanum», dieses Jahr die «Agave americana»: Der Botanische Garten der Universität Basel dürfte in den nächsten Tagen erneut mit einer Rarität für Aufsehen sorgen. Bald blüht die 50-jährige Agave – zum allerersten Mal.
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Seit einem halben Jahrhundert wird die inzwischen acht Meter hohe Pflanze im Botanischen Garten in Basel gehegt und gepflegt. Dieses Jahr hat die Rosette die kritische Grösse erreicht und einen acht Meter hohen Blütenstand getrieben. In den nächsten Tagen öffnen sich die gelbgrünen Blüten und blühen während mehrerer Wochen.
Bisher nur zwei nördlich der Alpen
Dass nördlich der Alpen eine «Agave americana» blüht, kommt laut der Uni äusserst selten vor. Den Verantwortlichen des Botanischen Gartens sind nur gerade zwei Fälle bekannt – der erste 2010 in London und der zweite dieses Jahr im Hofgarten von Ansbach in Deutschland.
Die «Agave americana» in Basel soll nun das erste ausgepflanzte Exemplar sein, das nördlich der Alpen zur Blüte kommt. Bei den beiden anderen Exemplaren handelte es sich um eine Gewächshaus- respektive um eine Topfpflanze.
Besuchstermin
Die Blühphase der Basler Agave kann bei einem kostenlosen Besuch vor Ort oder via Webcam des Botanischen Gartens mitverfolgt werden. Zudem führt der Botanische Garten am 12. August einen Agaventag durch, an dem die aus Mexiko stammende Pflanze von einer Hebebühne aus bewundert und fotografiert werden kann.
Der Botanische Garten Basel hatte schon im vergangenen Jahr mit einer Pflanze für Aufsehen gesorgt: Die blühende – und stinkende – Titanwurz («Amorphophallus titanum») zog über die Ostertage rund 25'000 Personen an und sorgte als «botanische Sensation» über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen.
(sda/mihm;hurg)







