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Vermischtes

Heftige Gewitter ziehen über die Schweiz

Donnerstag, 5. Juli 2012, 18:10 Uhr, Aktualisiert 06.07.2012, 0:37 Uhr

Schon wieder ist eine Unwetterfront über die Schweiz hinweggezogen. An manchen Orten regnete es in zwei Stunden so viel wie sonst in zehn Tagen. Entwarnung gibt es nicht: Auch in der Nacht rechnen die Meteorologen mit starken Niederschlägen und Gewittern.

Die Unwettergefahr in der Schweiz bleibt bestehen. Auch in den kommenden Stunden rechnen die Meteorologen mit unwetterartigen Niederschlägen. Nach Angaben von «SF Meteo» werden zunächst weitere lokale Gewitter erwartet. Die eigentliche Kaltfront lauere aber bereits vor Genf, voraussichtlich in der zweiten Nachthälfte werde sie die Schweiz überqueren. Mit der Kaltfront seien weitere kräftige Gewitter zu erwarten, vor allem auch grossflächiger Niederschlag.

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Bereits im Laufe des Nachmittags erlebten die Zentral- und später die Ostschweiz starke Regenfälle und Gewitter. Nach Angaben von «SF Meteo» gingen allein in Trogen im Kanton Appenzell Ausserrhoden innerhalb von weniger als zwei Stunden 58 Millimeter Regen nieder, also 58 Liter pro Quadratmeter. Auch das in der Nähe gelegene Gais erhielt 48 Millimeter Regen. St. Gallen kam mit rund 20 Millimetern vergleichsweise glimpflich davon.

Lage in Bern entspannt sich leicht

Bern – am Mittwochabend knapp einer Überschwemmung entgangen – blieb bis zum Abend von neuen Niederschlägen verschont. An den Zuflüssen der Aare tat sich wenig. Im Simmental und im Emmental regnete es zwar und in Eggiwil-Stuckeli fielen nochmals knapp 10 Millimeter Regen, die Flüsse Richtung Bern stiegen aber nur leicht an. Dennoch muss nach Angaben von «SF Meteo» die Situation weiterhin genau verfolgt werden.

Dennoch gab es auch hier lokal heftige Auswirkungen der Regengüsse. Ein Video von einem SF-Augenzeugen zeigt, wie der Bach Zulg bei Steffisburg (BE) innert kurzer Zeit zu einer reissenden Schwemmholz-Lawine anschwillt.

 

Bächlein wird zur Holz-Lawine (unkommentiert)

Eine genaue Beurteilung der Niederschlagsmengen ist für die Meteorologen zurzeit schwierig. Grund ist die Radarstation Albis, die ausgetauscht wurde und noch nicht genau kalibriert werden konnte. Meteorologen meinen, dass die Niederschlagsmengen zurzeit stark unterschätzt werden.

(sf/sda/red)