International
Tierschützer entsetzt über Walfangpläne Südkoreas
Südkorea hat bei der zuständigen internationalen Organisation darum gebeten, wieder Walfang betreiben zu dürfen - zu wissenschaftlichen Zwecken, wie es heisst. Walschützer, aber auch Länder wie Australien und Neuseeland sind entsetzt.
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Wie Japan will auch Südkorea zu wissenschaftlichen Zwecken wieder Walfang betreiben. Das kündigte die Delegation des Landes bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Panama-Stadt an. Der Leiter der Delegation, Joon-Suk Kang, sagte, die Population der Minkwale vor der Küste Südkoreas habe sich erholt und stelle ein Problem für die Fischer dar, da die Meeressäuger die Fischbestände vernichteten. Deshalb habe man die Hoffnung, dass die Walfangkommission die Waljagd wieder erlaube.
Gillard: «Wir sind gegen Walfang»
Walschutzorganisationen reagierten entsetzt. Patrick Ramage, Chef des Walprogramms des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), forderte Südkorea auf, den Plan aufzugeben. Auch Australien und Neuseeland äusserten sich enttäuscht. «Wir sind gegen Walfang», sagte die australische Premierministerin Julia Gillard. Die Wissenschaft rechtfertige die Tötung dieser Tiere nicht.
Neuseelands Aussenminister Murray McCully drohte mit Gegenmassnahmen. «Jede Aktion Südkoreas, in diesen Gewässern wie angekündigt den Walfang zu starten, wird ernste Konsequenzen haben.» Es werde schwer sein für die Walfangkommission, eine glaubwürdige Institution zu bleiben, falls sie der Forderung nachgebe. «Heutzutage gebe es schlichtweg keinen Grund, Wale zu töten, um effektive Forschung zu betreiben», so Murray.
Japan rechtfertigt seinen Walfang seit Jahren mit wissenschaftlichen Zwecken. Zu Beginn der Tagung in Panama hatte Japan gemeinsam mit anderen Fangnationen die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik durch die IWC verhindert.
Keine höhere Fangquote für Grönland
Grönland darf die Jagd auf Wale nicht ausweiten. Einen entsprechenden Antrag Dänemarks lehnte eine Mehrheit der Internationalen Walfangkommission ab. Dänemark hatte die gewünschten höheren Fangquoten damit gerechtfertigt, dass sie der Selbstversorgung der Ureinwohner dienten. Walschützer zeigten sich zufrieden mit dem Entscheid der Kommission.
(sda/dpa/godc;hesa;hurg)







