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Hohe Aare: Die Feuerwehr trifft vorsorgliche Massnahmen ‎

Mittwoch, 4. Juli 2012, 3:13 Uhr

Seit Tagen führt die Aare in Bern viel Wasser. Weil auch in den nächsten Tagen grössere Regenfälle erwartet werden, lässt das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) noch mehr Wasser aus dem Thunersee abfliessen. Das könnte dazu führen, dass im Raum Bern Wasser in exponierte Keller fliesst.

Dies teilte die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern mit. Als Resultat der aus dem Thunersee kontrolliert abfliessenden Wassermenge zeigt die Messstation Schönau seit Tagen Werte von bis zu 300 Kubikmeter pro Sekunde (m3/sec).

Bild Aare bei Bern
Die Aare wird weiter überwacht. keystone/symbolbild

Weil Brienzer- und Thunersee hohe Wasserstände aufweisen und in den nächsten Tagen mit weiteren grösseren Regenfällen gerechnet werden muss, sieht sich das AWA gezwungen, noch mehr Wasser über den Hochwasserstollen abfliessen zu lassen.

Die Abflussmenge betrug am Dienstagabend um 18 Uhr bei der Messstation Schönau bereits knapp 330 m3/sec. Die steigende Tendenz wird in den nächsten beiden Stunden noch anhalten, nachdem die Durchflussmenge im Hochwasserstollen von 50 auf 70 m3/sec erhöht worden ist. Dieser Wert soll gemäss AWA während der ganzen Nacht beibehalten werden.

Erste bauliche Vorkehrungen

Für Bern heisst dies, dass mit einer Wassermenge von zirka 340 m3/sec, allenfalls sogar etwas mehr, gerechnet werden muss. Dies ist ein Wert, bei welchem die Berufsfeuerwehr Bern vorsorgliche Massnahmen auslöst. Nebst ersten baulichen Vorkehrungen wird die Aare überwacht, insbesondere auch wegen Ansammlungen von Schwemmholz.

Auch besteht ein permanenter Kontakt mit der Pikettstelle des AWA. Zudem hat die Berufsfeuerwehr entschieden, für die Anwohnerschaft der potenziell gefährdeten Gebiete entlang der Aare eine vorsorgliche Meldung auszulösen. Sie will damit die Bevölkerung aufmerksam machen, dass steigendes Grundwasser in exponierte Kellerräumlichkeiten fliessen könnte.

(sda/weis)