Vermischtes
Hagelsturm: Viel Arbeit für Versicherungen
Ein Tag nach dem Hagelsturm konkretisiert sich das Bild der Schäden. Allein in der Landwirtschaft wurden Kulturen im Wert von 7 Millionen Franken zerstört. Die Axa-Winterthur rechnet mit bis zu 15'000 Schadensfällen an Motorfahrzeugen.
Allein im Kanton Zürich dürfte das Unwetter Schäden von 10 bis 15 Millionen Franken an Gebäuden angerichtet haben. Bei der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) sind am Montagvormittag etwa 400 Schadenmeldungen eingegangen. Die GVZ rechnet mit einem Anstieg auf 1000 bis 2000 Fälle.
Die Axa Winterthur als grösste Autoversichererin der Schweiz rechnet mit Schäden an 10'000 bis 15'000 Motorfahrzeugen, wie Patrick Villiger, Leiter der Hagel-Task-Force gegenüber «SF Online» erklärte. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehe man von einem «mittleren bis grossen Schadensereignis» aus.
Mit Ausnahme des Jahres 2009 gab es in den letzten sechs Jahren nie Hagelschäden an Autos in dieser Höhe. «Die Schäden sind höher als die Durchschnittsschäden der letzten Jahre», so Villiger. Je nach Region seien die Ausmasse des Hagelsturms aber stark unterschiedlich.
Zeit zur Schadenserhebung drängt
Die Versicherung Schweizer Hagel rechnet mit rund 1500 Schadensmeldungen in der Landwirtschaft, wie Vizedirektor Hansueli Lusti sagte. Bei der Berechnung der Schäden drängt die Zeit: Vielerorts stehen die Kulturen kurz vor der Ernte, erklärte Lusti.
Der Hagel-Experte spricht von einem mittelgrossen Ereignis für seine Versicherung. Schäden gab es an Obst-, Acker- und Gemüsekulturen, in Rebbergen, in Gärtnereien und an Wiesland.
Nach den Gewitterzügen am Samstagnachmittag und -abend zog am Sonntagmorgen ab 6 Uhr ein schmaler Gewitterzug durch das Mittelland. Dieser richtete am meisten Schäden an.
Vor allem aus den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Jura, Luzern, Thurgau, St. Gallen und Zürich wurden Hagelschäden gemeldet.
(sf/sda/fref; muei)



