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Vermischtes

Erst die Hitze, dann Gewitter und Hagel

Felix Blumer, SF Meteo
Sonntag, 1. Juli 2012, 21:34 Uhr

Das erste Juliwochenende brachte die ganze sommerliche Wetterpalette. Am Samstag dominierte Sonnenschein und fast in der ganzen Schweiz gab es einen Hitzetag mit Temperaturen von mehr als 30 Grad. Am Sonntag war es im Norden grau bei etwa 18 Grad und es gingen immer wieder zum Teil heftige Gewitter nieder.

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Auf die Hitze folgten Blitze. Nachdem es am Samstag verbreitet Temperaturen vor mehr als 30 Grad gab, im Rheintal bei Bad Ragaz sogar einen Spitzenwert von 35,8 Grad, entluden sich in der Folge immer wieder teils heftige Gewitter. Bereits am Samstagabend gab es erste unwetterartige Gewitter und Sturmböen. Im thurgauischen Steckborn wurde kurz vor 8 Uhr abends eine Orkanböe mit 123 Kilometern pro Stunde gemessen. Dabei wurden Bäume entwurzelt. Einer dieser Bäume traf ein Auto in dem vier Personen verletzt wurden.

Gewitter mögen Schaffhausen

Am Sonntagmorgen und -vormittag zogen mehrere Gewitterzellen über die Alpennordseite. Die erste entstand schon morgens um 4 Uhr im zentralen Mittelland und zog bis gegen 6 Uhr nach Schaffhausen und zum Bodensee. Es folgten drei weitere Zellen, die alle zwischen Waadtländer Alpen und Waadtländer Jura entstanden und alle das gleiche Ziel hatten: Schaffhausen und den Bodensee! Kein Wunder fielen in Schaffhausen in knapp 24 Stunden rund 65 Millimeter Regen. Dies entspricht rund 2/3 der im Juni und Juli üblichen Monatsmenge.

Bis 6 Zentimeter grosse Hagelgeschosse

Da und dort fiel im Zusammenhang mit den Gewittern auch kräftiger Hagel. Bei Moutier (BE) gingen rund 6 Zentimeter grosse Geschosse nieder. In Reinach (AG), aber auch bei der Autobahnausfahrt Wallisellen (ZH), sah es über einige Meter aus wie im Winter! Die Hagelkörner lagen wie eine geschlossene Schneedecke auf der Strasse.

Grauer Sonntag...

Auf der Alpennordseite blieb es den ganzen Sonntag grau, oft nass, und die Temperaturen dümpelten bei etwa 18 Grad vor sich hin. An den Voralpen war es mit leichtem Föhn noch lange trocken. Im Laufe des Nachmittages kamen aber vor allem Richtung Simmental, Emmental und Entlebuch ebenfalls teils kräftige Gewitter auf.

...nicht für alle

Lange Zeit sonnig blieb es dagegen in Graubünden und im Tessin. Dort kamen erst im Laufe des Nachmittages Wolken auf. Im Tessin wurde der Hitzewert von 30 Grad nochmals geknackt. In Locarno und Ascona lagen die Höchstwerte zwischen 31 und 32 Grad. Heiss war es auch in Schuls im Unterengadin auf rund 1300 Meter Meereshöhe. Dort stiegen die Werte ebenfalls bis auf 29 Grad an, und auch in Andeer (GR) mit 28,5 Grad und in Tenna (GR) im Valsertal mit 27,6 Grad kamen Sommergefühle auf.

Regen bleibt ein Thema, Schwüle auch

Auch morgen geht es mit viel Regen weiter. Besonders an der Rhone und am Brienzersee wird die Situation gemäss Bundesamt für Umwelt (Bafu) genau beobachtet. In diesen Regionen macht nicht nur der Regen Sorge, sondern auch das zusätzliche Schmelzwasser.

Bei einer Nullgradgrenze auf rund 3800 Metern muss mit viel Schmelzwasser gerechnet werden. Auch in den kommenden Tagen bleibt es warm. Schon am Mittwoch kann man auch im Norden wieder mit 27 Grad rechnen. Vor allem im Süden geht es schwül weiter. Bei Temperaturen bis 30 Grad und grosser Luftfeuchtigkeit ist das grosse Schwitzen angesagt. Auch die nächste kräftige Front ist angesagt. Bereits am Donnerstag muss man mit den nächsten grösseren Gewittern rechnen.