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Kultur

Open Air St. Gallen – Hitze und Rock satt

Sonntag, 1. Juli 2012, 18:11 Uhr

Die 30'000 Besucherinnen und Besucher des Open Air St. Gallen erlebten das heisseste Wochenende des Jahres und die deutschen Punkrocker Die Toten Hosen einen Glückstag. Die Veranstalter sprechen von einem Rekordjahr und ziehen eine positive Bilanz. Auch, weil die Schlammschlacht diesmal ausblieb.

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Wenn erst das Bier und dann der Regen strömt, ist wieder Festivalzeit in St. Gallen. Der Regen kam dieses Jahr allerdings für das fast schon traditionelle Schlammbad zu spät.

Hitze sorgt für durstige Kehlen

Das 36. Open Air St. Gallen war schon einen Monat vor Beginn ausverkauft. 20'000 Nachtschwärmer, so viele wie noch nie, stürmten bereits am Donnerstag das Gelände und richteten sich in der temporären Zeltstadt häuslich ein.

Trotz der Hitze von Donnerstag bis Samstag gab es keine grösseren Zwischenfälle, wie die Veranstalter zum Abschluss mitteilten. Das heisse Wetter machte die Besucher durstig und sorgte für Rekordzahlen: 167'800 Liter Bier und 92'500 Liter Mineralwasser wurden getrunken, das Hahnenwasser nicht mitgerechnet.

Bild Festivalbesucher kühlt sich in Planschbecken ab
Auch das Wetter spielte für diesmal mit: Statt im üblichen Schlamm konnten die Fans im (knappen) Wasser und in dafür vorgesehenen Gefässen baden. keystone

Paul Kalkbrenner, Modestep und Sebastian brachten die Fans in der freitäglichen Tropennacht zum Schwitzen. Die Temperaturen fielen zu keinem Zeitpunkt unter 20 Grad.

Premiere für die Toten Hosen zum Bandjubiläum

Am Samstag gab es zum 30jährigen Bandjubiläum der Toten Hosen zwar nicht die erwartete Pyro-Show, dafür treibenden Gitarrenrock von der unermüdlichen Düsseldorfer Kultband.

«Wir haben 30 Jahre gebraucht, um es nach St. Gallen zu schaffen», sagte Campino. Der charismatische Frontmann sprach von einem Glückstag, weil das angekündigte Gewitter St. Gallen verschonte.

Bild Campino von den Toten Hosen auf der Bühne des St. Galler OpenAir
Bandleader Campino von den Toten Hosen gab wie immer alles. keystone

Die Toten Hosen holten alles aus sich raus und spielten ihre ganze Hit-Palette; ganz zur Freude der Fans gab’s noch zwei Zugaben, jede Zeile wurde mitgegröhlt, Priatenfahnen geschwenkt und Bengalos gezündet.

Auch Deadmau5 und Frittenbude überzogen später jeweils eine halbe Stunde – ungewöhnlich bei einem so dicht gedrängten Programm. Den Fans wird's recht gewesen sein.

(sda/falt)