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Wirtschaft

Die deutschen Discounter holen auf

Thomas Vogel
Donnerstag, 28. Juni 2012, 0:46 Uhr

Wo kaufen die Schweizer am liebsten ein? Wie viel Geld geben Sie aus? Am Donnerstag präsentiert der Marktforscher GfK die aktuellen Zahlen des Schweizer Detailhandels. «10vor10» liegen die Ergebnisse exklusiv vor. Fazit: Die Umsätze von Aldi und Lidl legen markant zu.

Lidl und Aldi auf Aufholjagd (10vor10, 27.08.2012)

Das Expansions-Tempo der beiden deutschen Discounter bleibt enorm hoch. 2011 legte Aldi im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent zu, Lidl sogar um 22,4. Die beiden Schweizer Grossverteiler haben das Nachsehen. Coop büsste 1,8 Prozent an Umsatz ein, Migros sogar 3,4 Prozent. Die beiden Schweizer Grossverteiler müssen weiter zittern. Bis 2014 streben Aldi und Lidl einen Umsatz von drei Milliarden Franken an und wollen 250 bis 300 Läden betreiben. 

Nur Schätzungen

Aldi und Lidl sind mit Mitteilungen über ihr Unternehmen äusserst zurückhaltend. Zahlen geben sie in der Regel keine bekannt. Umso mehr ist die Schweizer Öffentlichkeit auf seriöse Schätzungen angewiesen. Diese gibt es alljährlich vom Hergiswiler Meinungsforschungsinstitut GfK. Sie werden am Donnerstag an einer Tagung präsentiert. «10vor10» kennt die Zahlen bereits

«Aldi und Lidl haben markant expandiert, weil sie viele neue Verkaufsstellen eröffnet haben», sagt Thomas Hochreutener von der GfK. Urs Peter Naef von der Migros kontert: «Mich überrascht, dass die nicht stärker gewachsen sind. Sie eröffnen ja ständig neue Filialen.» Angesichts der neuen Konkurrenz macht sich die Migros wenig Sorgen. Die Umsätze seien nur deshalb gesunken, weil Migros die Preise reduziert habe.

Die GfK hat errechnet, dass Aldi und Lidl bis zum übernächsten Jahr drei Milliarden Umsatz anpeilen. Damit hoffen die beiden deutschen Discounter, die Schweizer Konkurrentin Denner zu überflügeln.