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International

Katastrophe in der Sahel-Zone: UNO schlägt Alarm

Mittwoch, 27. Juni 2012, 19:18 Uhr

Die UNO-Flüchtlingshilfe hat rasche Hilfe für etwa 330'000 Menschen in der Sahelzone gefordert. Von einer Flüchtlings- und Dürrekatastrophe gewaltigen Ausmasses ist die Rede.

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Etwa 180'000 Menschen aus Mali seien angesichts der politischen Wirren in ihrem Land in die Nachbarländer Burkina Faso, Mauretanien und Niger geflohen. 150'000 Malier seien Vertriebene im eigenen Land, heisst es in einer Mitteilung der UNO.
 
Zusätzlich zum Bürgerkrieg in Mali litten die Menschen in der Region unter einer schweren Dürre. Es fehle an Wasser und
Lebensmitteln. Insgesamt seien mehr als 15 Millionen Menschen im Raum Westafrika/Sahel von einer Hungersnot bedroht.

Bild Ein Tier-Kadaver liegt auf einer Strasse in Mauretanien. Die Kuh fiel der Dürre zum Opfer. (reuters)
Auch Tiere fallen der Dürre zum Opfer – wie hier in Mauretanien. reuters

 
Die Programme der UNO-Hilfsorganisationen in der Region seien aber «dramatisch unterfinanziert». Nur 13 Prozent der benötigten 153,7 Millionen Dollar seien vorhanden. Die Lage drohe, sich zu verschärfen, weil die Zahl der Flüchtlinge weiter steige.

(sda/mery; muei)