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Schweiz

Datenschützer warnt vor Gesichtserkennung

Sebastian Ramspeck
Montag, 25. Juni 2012, 22:03 Uhr

Mit automatischer Gesichtserkennung können Menschen auf Bildern und Videos erkannt werden. Die Technologie wird immer ausgereifter. Unlängst hat auch das soziale Netzwerk Facebook einen Erkennungsdienst gekauft. Der eidgenössische Datenschützer ist alarmiert.

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Problematische Gesichtserkennung (10vor10, 25.05.2012)

Millionen Nutzer laden täglich Bilder auf soziale Netzwerke und markieren darauf ihre Freunde. In Zukunft soll dies automatisch möglich sein, entsprechende Technologien entwickelt der Dienst Face.com, der seit kurzem Facebook gehört.

Dies ruft Datenschützer Hanspeter Thür auf den Plan. In der Sendung «10vor10» warnt er vor der Entwicklung: «Das ist ein Schreckensszenario, wenn ein Bild einer Person ins Internet gestellt wird und innert kürzester Zeit findet man heraus, dass sie an dieser Party war und an jenem Vortrag teilgenommen hat.»

Der Computer vergisst nichts

Bis die flächendeckende, automatische Gesichtserkennung funktioniert, dauert es noch Jahre, sagt Forscher Thomas Vetter von der Universität Basel. Vetter hat ein System entwickelt, das aus Bildern dreidimensionale Objekte erstellt. So kann eine Person auch in ungewöhnlichen und schwierigen Lagen auf Bildern erkannt werden.

Bild Ein Mann lässt sein Gesicht scannen für die Gesichtserkennung mittels biometrischer Daten. (keystone)
Gesichtserkennung im Test: Hier lässt sich eine Person sein Gesicht scannen. keystone

Die Entwicklung sei nicht aufzuhalten: «Alles was ein Mensch machen kann, wird irgendwann durch den Computer möglich sein.» Der Computer aber – im Gegensatz zum Menschen – vergesse eben nichts.

Die Technologie zum Erkennen von Gesichtern ist in der Schweiz im Sicherheitsbereich bereits seit längerem im Einsatz.