Mit dem Tram durch den Sturm
Im Tram blieb es trocken, draussen stand alles unter Wasser. sf/corinne eisenring
Teile des Perrons standen am Donnerstagabend sofort unter Wasser. Bilder von Augenzeugen zeigen auch die Überraschung der Reisenden, die sich drei Etagen tief unter der Erde nicht «im Auge des Unwetters» wähnten. Das Wasser fand aber offenbar einen Weg.
SBB: Auch in Zukunft nicht auszuschliessen
Die SBB ist weniger überrascht als die Reisenden. Das Problem trete auf, wenn in kurzer Zeit sehr viel Regen falle. Das Wasser komme nicht von oben. Vielmehr nehme die Kanalisation des Bahnhofs die Wassermassen nur bis zu einem gewissen Punkt auf. Dann überliefen die Abflüsse. «Das Wasser sucht sich dann einen Weg durch die Passage Sihlquai», so die SBB zu «SF Online». Das Problem werde beobachtet. Ganz ausschliessen könne man aber solche Einbrüche auch in Zukunft nicht.
Im ganzen Kantonsgebiet standen bei über 200 Einsätzen zirka vierzig Feuerwehren im Einsatz. Alleine in der Stadt Zürich leisteten die Berufsfeuerwehr und diverse Kompanien der Milizfeuerwehr innert kürzester Zeit über 100 Einsätze. Auf dem Zürichsee geriet ein Surfer in Seenot; vier Schiffe rissen sich los und trieben auf dem See.
Nach der Schweiz auch Österreich
Die Unwetter haben in Österreich Überschwemmungen und Murenabgänge verursacht. Die Wassermassen rissen Autos mit sich, Bahnstrecken mussten gesperrt werden, Stromleitungen waren unterbrochen. Auf der Tauernautobahn nahe Salzburg ging eine Schlammlawine nieder, die Fahrbahn wurde eineinhalb Meter hoch verschüttet.