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International

Atomgespräche: Iran stellt Ultimatum

Dienstag, 19. Juni 2012, 11:31 Uhr

Iran beharrt auf die zivile Nutzung der Atomkraft. Würde dieses Recht nicht anerkannt und die Sanktionen gelockert, droht Teheran mit dem Abbruch der Atomgespräche.

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Die Gespräche in Moskau gelten als entscheidend für eine diplomatische Lösung im Atomstreit mit dem Iran. Der Westen fürchtet, dass der Iran nach Atomwaffen strebt, und versucht, Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen.

Das Ultimatum aus Teheran gefährdet nun den Dialog und die Fortsetzung der Gespräche. Zu Beginn des zweiten Tages wartete der Iran noch auf eine Reaktion seiner Verhandlungspartner.

Machtpoker aus Teheran

Eine negative Antwort der 5+1-Gruppe (die fünf UNO-Vetomächte Russland, USA, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland) auf das iranische Ultimatum würde «das Ende der Verhandlungen in ihrer jetzigen Konstellation» bedeuten, hiess es. Allerdings war auch ein neues Treffen in einigen Wochen in China im Gespräch.

Der Westen fürchtet, dass der Iran nach Atomwaffen strebt, und versucht, Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen.

Der Iran weist die Vorwürfe zurück und verweist auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Für einen Verzicht auf die Urananreicherung im eigenen Land fordert der Iran ein deutliches Entgegenkommen des Westens, etwa durch die Lieferung von Brennstäben.

(sda/dpa/blur;godc)