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Alarmstimmung in Israel: Tote bei blutigen Zwischenfällen
Sorge vor einer neuen Welle der Gewalt: Bei mehreren blutigen Zwischenfällen an der israelischen Grenze zu Ägypten und im Gaza-Streifen sind sechs militante Palästinenser und ein Israeli getötet worden. Die Regierung in Tel Aviv zeigt sich sehr besorgt.
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Bei Gefechten entlang der israelischen Südgrenze sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Kämpfer griffen einen israelischen Bautrupp an der ägyptisch-israelischen Grenze auf der Sinai-Halbinsel an. Ein israelischer Arbeiter und mindestens zwei Angreifer wurden nach Angaben der israelischen Armee getötet.
Ägyptische Grenze überquert?
Demnach griffen mutmasslich aus Ägypten eingedrungene Angreifer in der Gegend Nahal Lawan mit Gewehren, Sprengstoff und Panzerabwehrwaffen einen Konvoi israelischer Arbeiter an. Diese waren auf dem Weg zu einer Baustelle für den Grenzzaun zu Ägypten. Die Armee sprach von bis zu sechs Angreifern. Diese hätten ein Auto getroffen. Dabei sei ein israelischer Bauarbeiter sei ums Leben gekommen.
Soldaten hätten darauf einen Angreifer erschossen. Ein weiterer sei bei der Explosion eines Sprengsatz getötet worden, den er bei sich trug. Eine Militärsprecherin sagte, die Angreifer seien vermutlich aus dem Gazastreifen gekommen, der auch an den Sinai grenzt.
Angriffe im Gazastreifen
Im Gazastreifen griff die israelische Armee nach eigenen Angaben militante Palästinenser an. Vier wurden dabei getötet. Zunächst wurden bei einem Luftangriff zwei auf einem Motorrad fahrende Palästinenser getötet. Gemäss dem Islamischen Dschihad waren es zwei ihrer Mitglieder in einem Aufklärungseinsatz. Die Gruppe kündigte Vergeltung an.
Später feuerten nach palästinensischen Angaben israelische Panzer im nördlichen Gazastreifen auf Palästinenser; zwei Menschen wurden getötet. Die Armee erklärte, der Beschuss habe palästinensischen Raketenwerfern gegolten. Beide Zwischenfälle hätten nichts mit dem im Sinai zu tun.
Israelische Regierung besorgt
Nach dem Gefecht beim Grenzzaun bezeichnete der israelische VizeRegierungschef Schaul Mofas die Lage auf dem Sinai als Sicherheitsproblem. Er forderte Ägypten auf, die Lage in der Wüstengegend unter Kontrolle zu bringen.
Verteidigungsminister Ehud Barak sprach im Militärradio von einer «besorgniserregenden Verschlechterung der ägyptischen Kontrolle» im Sinai. Den Sieger der ägyptischen Präsidentenwahl forderte er auf, die internationalen Verpflichtungen Ägyptens einzuhalten - ein Hinweis auf den 1979 geschlossenen Friedensvertrag mit Israel.
Luftangriffe
Im vergangenen August töteten Terroristen, die vom Sinai gekommen waren, nördlich von Eilat acht Israelis. Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden am Montag insgesamt vier militante Palästinenser getötet.
Die israelische Armee teilte in beiden Fällen mit, die Luftwaffe habe eine Terrorzelle gezielt angegriffen. Die militanten Palästinenser hätten vorgehabt, von der Grenze des Gazastreifens aus israelische Ziele anzugreifen. Mindestens vier Menschen seien bei verletzt worden, berichteten palästinensische Ärzte.
(agenturen/halp; schl)







