Vermischtes
Primarschülerin lässt «Zensur»-Behörde alt aussehen
Mit ihrem Fotoblog hat die neunjährige Schülerin Martha Payne eine schottische Bezirksregierung gegen sich aufgebracht. Diese verbot ihr, weiterhin Fotos ihres täglichen Schulkantine-Essens im Internet zu veröffentlichen. Die Zensurversuche sorgten für eine Welle der Empörung.
Angesichts der Berichterstattung über ihre inzwischen in aller Welt bekannten Internetseite hat die Bezirksregierung von Argyll and Butt in Schottland der neunjährigen Martha Payne untersagt, weitere Fotos ihres Mittagessens zu veröffentlichen.
Das am Donnerstag ausgesprochene Verbot sorgte für entrüstete Reaktionen in sozialen Netzwerken, weshalb der Bezirksregierung nichts anderes übrig blieb, als es am nächsten Tag wieder zurückzunehmen. Inzwischen kündigte das Mädchen an, am Montag das nächste Essensbild zu veröffentlichen.
Geldregen wegen Behördenverbot
Payne hatte vor sechs Wochen angefangen, Fotos ihres täglichen Kantinenessens ins Internet zu stellen. Auf ihrem Blog bewertet sie die Mahlzeiten nach Kategorien wie Geschmack, Nährwert oder der Anzahl gefundener Haare.
Damit will die Neunjährige Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation sammeln, die Kinder in Entwicklungsländern mit Nahrungsmitteln versorgt. Noch am Donnerstag hat das Mädchen geglaubt, ihre Zielmarke von 7000 Pfund zu verfehlen. Das Behördenverbot verschaffte ihr aber einen Geldregen: Bis Freitagabend wurden für das Projekt rund 45'000 Pfund gespendet.
(sda/stus;vaid)



