Vermischtes
Ab in die Sommerferien: Das ist neu auf Europas Strassen
Andere Länder, andere Bussen: «Keine Landeskenntnis» lassen Strassenpolizisten in den Nachbarländern bei Übertretungen nicht als Ausrede gelten. Besser, man kennt die Vorschriften schon vor den Ferien.
Ab Juli muss jeder Autofahrer in Frankreich einen unbenutzten Alkoholtest im Wagen mitführen. Doch: Die Alkoholtests sind im Moment wegen Lieferengpässen vergriffen.
Stephan Müller vom Touring Club Schweiz (TCS) verspricht: «Bis zu den Sommerferien werden die Tests wieder erhältlich sein.» Zudem werden Autofahrer erst ab November mit 11 Euro gebüsst, wenn sie den Test nicht im Auto mitführen.
Wichtig für jene, die noch keine Alkoholtests gekauft haben: Die Geräte müssen den französischen (NF) oder den europäischen Normen genügen.
Alkohol am Steuer ist teuer
Ab 0,5 Promille darf man sich auf Frankreichs Strasse nicht mehr hinters Steuer setzen. Wer von der Polizei mit Promillen zwischen 0,5 und 0,8 erwischt wird, muss 750 Euro zahlen. Darüber muss man Bussen bis zu 4500 Euro zahlen.
Die Tempolimiten betragen innerorts 50 km/h, ausserorts 90 km/h, auf der Autobahn 130 km/h.
| Unerlaubtes Parkieren |
11 bis 15 Euro |
| Lichtsignal nicht beachten |
135 Euro |
| Alkohl am Steuer, ab 0,5 Promille |
750 Euro oder mehr |
| Sicherheitsgurten nicht tragen |
90 bis 135 Euro |
| Ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwenden |
22 bis 35 Euro |
Deutschland: «Schadstoffplakette» in Städten
In manchen deutschen Innenstädten ist eine Umweltzone eingeführt worden. Diese Zone darf nur mit einer «Schadstoffplakette» fürs entsprechende Auto befahren werden. Achtung: Das Zustellen der Plakette durch den deutschen Automobilclubs ADAC nimmt 5 bis 10 Arbeitstage in Anspruch. Für die Bestellung benötigt man eine Kopie des Fahrzeugausweises.
Die Tempolimiten betragen innerorts 50 km/h, ausserorts 100 km/h, auf der Autobahn 130 km/h.
Bussen in Deutschland
Die Polizei kann an Ort und Stelle Bussen bis zu 35 Euro kassieren und für höhere Beträge eine Kaution verlangen. Bei schweren Vergehen darf die Polizei sogar das Fahrzeug beschlagnahmen.
| Unerlaubtes Parkieren |
10 bis 15 Euro |
| Lichtsignal nicht beachten |
90 bis 360 Euro |
| Alkohl am Steuer, ab 0,5 Promille |
500 Euro oder mehr |
| Sicherheitsgurten nicht tragen |
30 Euro |
| Ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwenden |
40 Euro |
Österreich: «Pickerl» für Autobahnen
Auf österreichischen Autobahnen benötigt jedes Motorfahrzeug den so genannten «Pickerl». Diese Vignette ist, je nach Wahl, unterschiedlich zeitlich beschränkt. Wer ohne das «Pickerl» fährt und erwischt wird, muss an Ort und Stelle 120 Euro zahlen. Kann der Autofahrer die Busse nicht sofort zahlen, drohen ihm Bussen bis zu 4000 Euro.
Die Tempolimiten betragen innerorts 50 km/h, ausserorts 100 km/h, auf Autobahnen 130 km/h. Achtung: Nachts zwischen 22 und 5 Uhr gilt auf gewissen Autobahnen das Tempolimit von 110 km/h. Es betrifft dies die Autobahnen A10 (Tauern), A12 (Inntal), A13 (Brenner) und A14 (Rheintal).
Bussen in Österreich
Die Polizei kann an Ort und Stelle Bussen bis zu 36 Euro kassieren und für höhere Beträge eine Kaution verlangen.
| Unerlaubtes Parkieren |
21 bis 71 Euro |
| Lichtsignal nicht beachten |
36 Euro oder mehr |
| Alkohl am Steuer, ab 0,5 Promille |
581 Euro oder mehr |
| Ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwenden |
25 Euro oder mehr |
Italien: «Viacard» auf Autobahnen
Wer auf Italiens Autobahnen an den Zahlstellen nicht lange warten möchte, kauft im Voraus eine so genannte «Viacard». Die Karten können an Tankstellen oder Rastätten in Italien bezogen werden. Wollen Autofahrer die «Viacard» benützen, müssen sie an den Zahlstellen die Ausfahrt «Carte» mit den blauen Tafeln benützen.
Um die Luftverschmutzung zu reduzieren, gelten in den historischen Zentren mancher grossen Städte zwischen 8 und 20 Uhr Fahrverbote oder Einschränkungen.
Die Alkoholgrenze im Blut beträgt 0,5 Promille. Die Tempolimiten betragen innerorts 50 km/h (sofern nichts anderes angeschrieben), ausserorts auf Nebenstrassen 90 km/h, ausserorts auf Hauptstrassen 110 km/h und auf der Autobahn 130 km/h.
Bussen in Italien
Bussen müssen auf der Stelle beglichen werden. Wenn der Fahrer die Bezahlung verweigert, kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Immer eine Quittung, eine «ricevuta», verlangen.
| Unerlaubtes Parkieren |
38 bis 311 Euro |
| Lichtsignal nicht beachten |
155 bis 624 Euro |
| Alkohl am Steuer, ab 0,5 Promille |
542 bis 6527, ev. Haft bis 6 Monate |
| Sicherheitsgurten nicht tragen |
78 bis 311 Euro |
| Ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwenden |
155 bis 624 Euro |
Spanien: Haft für schwere Verkehrssünden
Die Sanktionen für schwere Verkehrsverstösse haben sich in Spanien drastisch verschärft. Hohe Geschwindigkeitsübertretungen und Alkoholfahrten können anstelle einer Geldstrafe jetzt auch Freiheitsstrafen zur Folge haben. Die Polizei kann zudem an Ort und Stelle Bussen bis zu 602 Euro einkassieren und das Fahrzeug stilllegen, wenn die Busse nicht bezahlt wird.
In Spanien wird gebüsst, wer mit mehr als 0,5 Promille im Blut erwischt wird. Strengere Regeln gelten für Automobilisten, die ihren Ausweis weniger lang als 2 Jahre besitzen. Sie werden schon bei 0,3 Promille gebüsst.
Die Tempolimiten betragen innerorts 50 km/h, ausserorts 90 km/h, auf Autostrassen 100 km/h, auf Autobahnen 120 km/h.
| Unerlaubtes Parkieren |
bis 91 Euro |
| Lichtsignal nicht beachten |
91 Euro oder mehr |
| Alkohl am Steuer, ab 0,3 oder 0,5 Promille |
301 Euro oder Haft |
| Ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwenden |
bis 91 Euro |



