International
Syrien: USA krebsen bei Helikopter-Vorwurf zurück
Die USA sind in ihren Anschuldigungen gegenüber Russland wegen mutmasslicher Waffenlieferungen an Syrien zurückgerudert. Derweil wurde bekannt, dass die USA syrische Regierungsgegner nun mit Kommunikationstechnik ausstatten, um mehr Informationen über die Lage in dem Land zu erhalten. Dort wird weiter gekämpft.
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Die Kampfhelikopter, deren Lieferung von Russland an das Regime in Damaskus Aussenministerin Hillary Clinton als dramatische Eskalation des Konflikts bezeichnet habe, seien doch nicht neu.
Sie seien lediglich zur Instandsetzung in Russland gewesen, sagte Ministeriumssprecherin Victoria Nuland in Washington. Die USA seien dennoch besorgt, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad die nach mindestens sechs Monaten nun zurückgeschickten Helikopter zur Tötung von Zivilpersonen nutzen werde.
USA liefern Mobiltelefone
Die USA statten derweil syrische Regierungsgegner mit Kommunikationstechnik aus, um mehr Informationen über die Lage in dem Land zu erhalten. Dies sei Teil der Bemühungen Washingtons, zur freien Nutzung des Internets in der Welt beizutragen, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums weiter.
Die USA bemühten sich, «jenen zu helfen, die unter der Regierung leiden und keine Möglichkeiten zur Kommunikation untereinander haben». Um welche Hilfen es sich genau handelt, sagte Nuland nicht.
Eine mit dem Vorgang vertraute Quelle berichtete jedoch, es würden unter anderem mit dem Satellitenortungssystem GPS ausgestattete Mobiltelefone verteilt, über die «Stätten der Gräueltaten registriert» werden könnten.
Weiter heftiger Beschuss
Derweil wird der Machtkampf in Syrien immer mehr auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Aktivisten berichteten von intensiven Gefechten in den Provinzen Deir as-Saur, Homs, Aleppo und Damaskus-Land. Erneut sollen Stadtteile von Homs und der Rebellenhochburg Al-Rastan mit Artillerie beschossen worden sein.
Der Syrische Nationalrat meldete, am Vortag seien landesweit etwa 80 Regimegegner und unbeteiligte Zivilisten getötet worden. Am Freitag sollen erneut Stadtteile von Homs und der Rebellenhochburg Rastan mit Artillerie beschossen worden sein.
Mehr Überläufer
In den vergangenen Wochen sollen weitere Soldaten zu den Brigaden der Regimegegner übergelaufen sein. Ausserdem haben die Gegner von Präsident Bashar al-Asad nach eigenen Angaben Waffen erhalten, die zum Teil mit Spenden aus den arabischen Golfstaaten finanziert worden sein sollen.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die «zuständigen Behörden» hätten einen «Al-Kaida-Terroristen» verhaftet. Der junge Mann sei rekrutiert worden, um sich an diesem Freitag in der Al-Rifai-Moschee in Damaskus in die Luft zu sprengen. Sein «Geständnis» werde später vom Staatsfernsehen ausgestrahlt, hiess es. Neben den Bericht stellte die Agentur das Foto eines glattrasierten, modern gekleideten jungen Mannes.
(agenturen/weis; bers)






