Krise im Euro-Land
Spanien und der Euro noch nicht über den Berg
Trotz Milliardenhilfe der Eurozone trauen die Anleger der Rettung Spaniens nicht. Die Rendite für zehnjährige spanische Staatsanleihen kletterte auf den Höchststand von 6,783 Prozent.
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Der Eurozone droht eine Eskalation der Krise: Trotz dreistelliger Milliardenhilfe für Spaniens Banken trauen die Finanzmärkte den Iberer nicht. Die Rating-Agentur Fitch stuft 18 Geldinstitute um bis zu zwei Noten zurück.
Kreditwürdigkeit gesenkt
Betroffen von dem Rundumschlag ist auch die angeschlagene viertgrösste Bank des Landes, Bankia. Das Institut benötigt für eine Sanierung eine Kapitalzufuhr von 23,5 Mrd. Euro. Fitch senkte die Kreditwürdigkeit von Bankia um eine Note von «BBB+» auf «BBB». Der Ausblick für das Rating sei negativ.
Die Zinsen für zehnjährige Anleihen klettern auf den Rekordwert von 6,783 Prozent. Die bevorstehenden Wahlen in Griechenland verunsichern die Märkte zusätzlich. Nicht nur Griechenland und Spanien sorgen für Unruhe, sondern zunehmend auch Italien. Die zehnjährigen Renditen kletterten auf 6,156 Prozent.
Italien unter Druck
Spätestens nachdem Österreichs Finanzministerin Maria Fekter ein Hilfsprogramm für Italien am Montagabend nicht ausschliessen wollte, zittert Europa um ein Schwergewicht, das nach einhelliger Expertenmeinung zu gross für den Rettungsschirm wäre.
Dass der italienische Premier Mario Monti Fekter umgehend auf die Finger klopfte, beeindruckt Investoren wenig. «Ich halte es für vollkommen unangemessen, dass eine Ministerin eines EU-Mitgliedstaates die Lage eines anderen EU-Mitgliedstaates kommentiert», sagte Monti in Rom.
(agenturen/blur; muei)



