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Schweiz

Sperrung der Gotthard-Bahn weckt Begehrlichkeiten

Sonntag, 10. Juni 2012, 12:33 Uhr, Aktualisiert 20:50 Uhr

Solange die Gotthardbahnlinie gesperrt ist, sollen schwerere Lastwagen und gefährlichere Güter als sonst die Gotthardroute und den Gotthardtunnel befahren dürfen. Dies fordert der Nutzfahrzeugverband Astag.

Bild Lastwagen am Gotthard-Nordportal.
Nach dem Felssturz bei Gurtnellen auf die Bahnlinie möchten die Lastwagenchauffeure eine Bevorzugung. keystone

Nach Ansicht der Lastwagenbranche sind die Transportsicherheit und die Güterversorgung gefährdet, weil keine Züge über die Gotthardstrecke fahren können. Der Astag forderte deshalb vom Bundesrat Sofortmassnahmen.

Damit die schwierige Situation nicht noch verschärft werde, will der Astag, dass die für die nächsten Wochen geplanten Sanierungsarbeiten im Gotthardstrassentunnel verschoben werden. Wegen diesen wird der Tunnel zwischen 22.15 und 5.15 Uhr gesperrt.

Lkw-Bevorzugung an Werktagen

Der Astag möchte zudem, dass der Bund pauschale Nachtfahrbewilligungen für Lastwagen ausstellt. Die Gewichtslimite für Lastwagen auf der Gotthardroute soll zudem von 40 auf 44 Tonnen angehoben werden.

Vor der Totalsanierung des Gotthardstrassentunnels sei zwingend der Bau einer Ersatzröhre in Angriff zu nehmen.(Tagesschau, 10.06.2012, 19.30 Uhr)

Im Gotthardtunnel soll der Schwerverkehr wochentags gegenüber den Personenwagen bevorzugt werden. Der Reiseverkehr soll über den San Bernardino, den Simplon oder den Grossen Sankt Bernhard umgeleitet werden.

Astag will zweite Röhre

Einschränkungen für LKW, die im Tessin und in Uri auf den A2- Zufahrtsstrecken oder für die Gotthardpassstrasse gelten, sollen gelockert werden. Lockerungen will der Astag auch für Gefahrentransporte durch den Gotthardstrassentunnel.

Die jetzige Situation ist für den Nutzfahrzeugverband auch Beweis dafür, dass es eine zweite Röhre am Gotthard brauche. Vor der Totalsanierung des Gotthardstrassentunnels sei zwingend der Bau einer Ersatzröhre in Angriff zu nehmen.

(sda/horm;maiu)