Vermischtes
Venus-Transit:
Himmelsspektakel durch Mini-Sonnenfinsternis
Am 6. Juni zwischen 5.30 und 6.55 Uhr morgens zieht die Venus spektakulär vor der Sonnenscheibe durch. Der nächste Venustransit findet erst in 105 Jahren statt. Allerdings sind die Wetterprognosen für die Schweiz ungünstig, wie der Wetterdienst des Schweizer Fernsehens SF Meteo mitteilt.
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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zieht die Venus vor der Sonne durch und ist für einige Stunden als kleiner Punkt auf der Sonne zu beobachten. Sonne, Venus und Erde liegen dabei auf einer Linie - die gleiche Konstellation, die mit dem Mond zu einer Sonnenfinsternis führt.
Wären die Bahnebenen von Erde und Venus identisch, gäbe es alle 1,6 Jahre einen Venustransit. So lange braucht der Planet Venus, um auf seiner Umlaufbahn eine Runde Vorsprung auf die Erde herauszuholen. Doch da die Umlaufbahn der Venus um die Sonne im Vergleich zur Erdbahn im Winkel von 3,4 Grad geneigt ist, stehen die drei Himmelskörper nur selten auf einer Linie.
Astronomische Messungen
Schon Astronomen im 18. und 19. Jahrhundert verwendeten Transite von Merkur und Venus, um den Abstand der Erde von der Sonne zu messen. Auch am Mittwoch werden Astronomen das Phänomen nutzen, um diverse Instrumente zu kalibrieren, die ausserhalb unseres Sonnensystems nach Planeten jagen, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA mit.
Dabei suchen die Forscher gezielt nach Planeten, die eine Atmosphäre besitzen und somit potenziell Leben beherbergen könnten. Wenn ein Planet mit Atmosphäre vor einem Stern durchzieht, dann wird ein kleiner Teil des Sternenlichts durch seine Atmosphäre hindurch dringen.
Daran kann ihre Zusammensetzung erkannt werden - etwa ob Wasser oder Methan vorhanden sind. Das Europäische CoRoT Weltraumteleskop habe mit der Methode schon über 20 Exoplaneten entdeckt.
Wolken aus dem Westen
Die Venus benötigt insgesamt acht Stunden, um vor der Sonne durch zu ziehen. In der Schweiz wäre nur die Endphase am frühen Morgen sichtbar, denn kurz vor sieben Uhr verlässt die Venus die Sonnenscheibe wieder.
Laut SF Meteo spielt aber das Wetter leider nicht ganz mit. In der Nacht auf Mittwoch soll es noch teils klar sein, aber dann ziehen aus Westen immer mehr Wolken auf. Vermutlich seien die Chancen in Graubünden, besonders in der Region Davos und im Unterengadin, am grössten, erklärt SF Meteo.
(sda/tovd)







