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Schweiz

Aargauer Polizeichef muss Billett abgeben

Sonntag, 3. Juni 2012, 9:10 Uhr

Stephan Reinhardt, der Kommandant der Aargauer Kantonspolizei, muss seinen Führerausweis vorübergehend abgeben. Er war mit 86 km/h statt der erlaubten 60 km/h von einer Radarfalle geblitzt worden.

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«Ja, es trifft zu, ich bin zu schnell gefahren», sagte Reinhardt im Aargauer Regionalsender Tele M1. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Blick» vom Samstag.

Er sei als privater Verkehrsteilnehmer vor einem Jahr in Zürich stadtauswärts in Richtung Autobahn gefahren. Er sei der Meinung gewesen, es gelte 80 km/h und nicht 60 km/h als Höchstgeschwindigkeit.

Korps und Chef sofort informiert

«Ich bin natürlich erschrocken, als es blitzte», sagte Reinhardt. Er trage die Verantwortung und akzeptiere die Busse sowie den Entzug des Führerausweises wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln.

Der Polizeichef informierte bereits vor einem Monat die rund 700 Mitarbeitenden des Korps sowie seinen politischen Vorgesetzten, Regierungsrat Urs Hofmann (SP).

Gemäss Hofmann wird der Regierungsrat formal entscheiden müssen, ob der Fall disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen wird. Gravierende Massnahmen drängten sich aus seiner Sicht nicht auf, hielt der Vorsteher des Departementes Volkswirtschaft und Inneres fest.

(sda/godc;hesa)