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Wirtschaft

Noch kleiner: Apple drückt neuen SIM-Standard durch

Freitag, 1. Juni 2012, 17:25 Uhr

Smartphones können jetzt noch etwas kompakter werden: Im Streit um einen Standard für kleinere SIM-Karten ist eine Entscheidung gefallen. Apple setzte sich mit seinem Vorschlag gegen den Entwurf von Nokia, Motorola und RIM durch.

Auf SIM-Karten (Subscriber Identity Module) werden vor allem die Zugangsinformationen des Mobilfunk-Anbieters gespeichert. In Smartphones kommt schon heute oft eine Micro-SIM zum Einsatz, die etwas kleiner als die gängigste Ausführung ist.

Bild Japaner mit Iphone-Hüten.
So gross muss nicht sein – mit der neuen SIM-Karte sowieso nicht. keystone

Mit einer verkleinerten Nano-SIM werden Smartphone-Hersteller ihre kommenden Geräte noch flacher und kompakter bauen können. Die genauen Abmessungen der Nano-SIM sind 12,3 zu 8,8 zu 0,67 Millimeter.

Grollen aus dem hohen Norden

Die neue Karte ist in etwa so lang wie die heutige Micro-SIM breit ist. Das hatte Nokia kritisiert, weil Nutzer sie versehentlich falsch herum in heutige Micro-SIM-Slots reinstecken könnten. Nokia hatte zwischenzeitlich auch gedroht, den Vorschlag von Apple zu boykottieren und die Lizenzen für nötige Patente zu verweigern.

Die Finnen argumentierten, die Umsetzung ihres Vorschlags würde eine noch grössere Platzersparnis bringen. Sie warfen Apple unter anderem vor, diverse europäische Tochtergesellschaften beim European Telecommunications Standards Institute (ETSI) angemeldet zu haben, um sich mehr Stimmen zu sichern.

Vielleicht im neuen iPhone

ETSI ist die zuständige europäische Standardisierungsorganisation. In ihr stimmen alle Teilnehmer der Branche ab.

Es ist nicht bekannt, ob Apple die Nano-SIM eventuell schon im nächsten iPhone einbauen wollte, das für Herbst erwartet wird. In jüngsten Medien-Spekulationen über das kommende iPhone-Design wurde jedenfalls noch die aktuelle Micro-SIM erwähnt.

(sda/schl;mery)