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Schweiz

Vier Alpenländer fordern: Transit auf die Schiene

Freitag, 1. Juni 2012, 20:44 Uhr

Die Alpenregionen wollen den Transitverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagern. Bei einer Tagung haben sich Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz auf eine gemeinsame Verkehrsstrategie geeinigt.

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Um das Verlagerungsziel zu erreichen wollen die Alpenregionen ihre bestehenden Massnahmen besser aufeinander abstimmen. Zudem fordern sie ein Verkehrsmanagementsystem wie beispielsweise einer Alpentransitbörse. Ausserdem stellen sie aber auch Forderungen an die EU und die einzelnen Staaten.
 
Dazu hätten sich die politischen Vertreter der Alpenregionen in einer Resolution bekannt, teilte die Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK) mit. Die Resolution sei der Grundstein für eine ambitionierte und koordinierte Verkehrspolitik.
 
Kurzfristig wollen die Alpenregionen den Fokus auf Umwelt- und Klimaziele legen. Langfristig sollen die Kapazitäten des Schienenverkehrs maximal ausgelastet werden.

Schlüsselrolle für die EU
 
In einem ersten Schritt sollen die bestehenden Massnahmen harmonisiert werden. Für ein nachhaltiges Verkehrsmanagement brauche es aber weitergehende Massnahmen wie etwa eine Alpentransitbörse, die von der EU und den Nationalstaaten eingeführt werden müsste.
 
Neben der Zentralschweiz nahm aus der Schweiz auch der Kanton Tessin am Transit Forum in Lyon (F) teil. Es sei nun wichtig, dass die begonnenen Arbeiten weitergeführt würden, wird der Urner Baudirektor Martin Züst in der Medienmitteilung zitiert.

Zusammengeschlossen sind die Alpenregionen im Projekt iMONITRAF! (Monitoring of road traffic related effects in the Alpine Space). iMONITRAF! wurde 2009 lanciert und wird von der EU und der Schweiz mitfinanziert.

(sda/blur; maiu)