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Kultur

Augusta Raurica wird fit gemacht für Unesco-Kultur-Erbe

Freitag, 1. Juni 2012, 22:25 Uhr

Die Römerstadt Augusta Raurica und die Gemeinde Augst haben sich für eine Entwicklungsstrategie zusammengerauft. Ein neuer Zonenplan soll die Verkehrserschliessung der «Römer-Stadt» verbessern. Hintergrund der neuen Entwicklungsstrategie sind Pläne, Augusta Raurica als Unesco-Weltkulturerbe anzumelden.

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Zum Zerwürfnis gekommen war es, weil sich die Gemeinde in ihren Möglichkeiten beschnitten sah durch das Römermuseum, das archäologische Funde schützen und Besuchenden optimal präsentieren will. Mit der neuen Strategie sei der «gordische Knoten gelöst», sagte Augusta Raurica-Leiter Dani Suter.
 
Im Fokus ist das Gebiet zwischen der Autobahn A3 im Süden, der Kantonsgrenze zu Kaiseraugst (AG) im Osten, historischen Häusern an der Ergolz im Norden und Feldern im Westen: Das ganze Gebiet soll dreigeteilt werden in das Freilichtmuseum östlich der Giebenacherstrasse sowie die bestehende Siedlung und einen Park westlich davon.
 
Mit dem «Durchbruch», wie Kulturdirektor Urs Wüthrich die Einigung nannte, ist auch die alte Idee eines eingezäunten Museumsareals mit Billett-Zutritt vom Tisch.
 
Schrittweises vorausschauendes Vorgehen
 
Die Römerstadt wolle man ausbauen, könne sie doch heute zum Beispiel Workshops nur der Hälfte jener Schulklassen anbieten, die einen wünschten. Aufgegleist ist der Bau eines Sammlungszentrums. Aber für ein neues Museumsgebäude gibt es laut Suter derzeit keinen Auftrag. Man gehe vorausschauend schrittweise voran. Auch neue Erschliessungsstrassen und -wege sind erst mittelfristig vorgesehen.
 
Ziel der Entwicklungsstrategie sind Pläne, Augusta Raurica als Unesco-Weltkulturerbe anzumelden. Anstoss dazu gibt ein SP-Postulat von 2007, das der Landrat 2009 an die Regierung überwiesen hatte. Dieses beinhaltet einen Zehn-Punkte-Plan mit der Entwicklungsstrategie an sechster Stelle.

(sda/blur; maiu)