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US-Prozess um Sexaffäre: Edwards entgeht Schuldspruch
Der Prozess gegen den ehemaligen US-Präsidentschaftsbewerber John Edwards wegen der mutmasslichen Vertuschung einer ausserehelichen Affäre mit Wahlkampfgeldern ist geplatzt. Ein Gericht im Bundesstaat North Carolina erklärte das Verfahren in fünf der sechs Anklagepunkte für gescheitert.
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Denn die Jury konnte sich nicht auf ein Urteil einigen. Im verbleibenden Anklagepunkt wurde Edwards freigesprochen.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem demokratischen Politiker vorgeworfen, während der Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei im Jahr 2008 fast eine Million Dollar illegal zur Unterbringung seiner Geliebten und eines unehelichen Kindes verwendet zu haben.
Dabei soll Edwards gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstossen haben. Die beiden Geldgeber, ein Anwalt aus Texas und eine Bankierswitwe, hätten die zulässige Höchstgrenze für Spenden überschritten, lautete die Anklage. Ausserdem habe Edwards bei den Behörden über seine Wahlkampfausgaben falsche Rechenschaft abgelegt.
Auf nicht schuldig plädiert
Der Politiker hatte auf nicht schuldig plädiert. Seine Anwälte argumentierten, bei den Geldern habe es sich um «persönliche Geschenke» von reichen Freunden gehandelt. In einem Anklagepunkt, der die Zuwendungen der heute 101 Jahre alten Bankierswitwe Rachel «Bunny» Mellon betrifft, sprach die Jury Edwards frei.
In den anderen Punkten fanden die Geschworenen in den mehr als zwei Wochen dauernden Beratungen nicht zu einer einstimmigen Entscheidung.
Bei einer Verurteilung in allen Punkten hätten Edwards bis zu 30 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 1,5 Millionen Dollar gedroht. Das Justizministerium in Washington muss nun entscheiden, ob es das Verfahren gegen den früheren Senator neu aufrollen will.
Edwards war 2008 im Vorwahlkampf der Demokraten gegen den heutigen Präsidenten Barack Obama angetreten. Bereits 2004 hatte er sich erfolgslos um die demokratische Kandidatur bemüht. Damals unterlag er John Kerry, der ihn anschliessend zu seinem Vize-Präsidentschaftskandidaten machte.
Ehefrau an Krebs erkrankt
Ein früherer Vertrauter Edwards hatte die Affäre um die Geliebte und das uneheliche Kind mit einem Enthüllungsbuch ins Rollen gebracht. Edwards räumte die aussereheliche Beziehung mit der Filmemacherin Rielle Hunter im August 2008 nach dem Ende des Vorwahlkampfes ein, bekannte sich aber erst im Januar 2010 zur Vaterschaft.
Seine Ehefrau Elizabeth erfuhr im Jahr 2006 von der Affäre, als sie wegen Krebs behandelt wurde. Nach einer zwischenzeitlichen Genesung stand sie ihrem Mann im Vorwahlkampf trotzdem zur Seite, ehe die Krebserkrankung erneut ausbrach und sie im Dezember 2010 mit 61 Jahren starb.
(sda/weis)







