Vermischtes
Nordosten Italiens von 41 Nachbeben erschüttert
Die nordostitalienische Region Emilia-Romagna ist in der Nacht zum Mittwoch von 41 Nachbeben erschüttert worden. Der heftigste Erdstoss hatte eine Stärke von 3,5, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte. 17 Personen verloren beim Beben vom Dienstag ihr Leben.
Insgesamt 350 Menschen wurden verletzt. Am Dienstagabend wurde eine Frau lebend aus den Trümmern im Ort Cavezzo gerettet, wie die Feuerwehr mitteilte.
«Die Menschen brauchen moralische Unterstützung»
Einen Tag nach dem Beben, das ganz Norditalien erschüttert hat, zeigen sich die Anwohner ob ihres Schicksals erstaunlich gefasst. Dies berichtet SF-Korrespondent Philipp Zahn in «SF Online». Die meisten stellten sich darauf ein, während Wochen im Freien zu campieren. Mehr dazu lesen Sie hier.
Das Beben vom Dienstag hatte eine Stärke von 5,8. Das Epizentrum lag in derselben Gegend von Modena, die bereits vor gut einer Woche von einem starken Beben heimgesucht worden war.
Die Häuser und Wohnungen von 8000 Menschen wurden ganz oder in Teilen zerstört. Sie kommen zu den 6000 Bewohnern hinzu, die beim ersten Beben ihre Bleibe verloren hatten.
Der kommende Montag (4. Juni) ist in ganz Italien zum Trauertag für die Erdbebenopfer erklärt worden. Heute Mittwoch will das Kabinett in Rom über eine Soforthilfe für die Region entscheiden.
ETH-Seismologe prognostiziert weitere Beben
Dass es innerhalb so kurzer Zeit zu mehreren Beben kam, ist kein Zufall, wie ETH-Seismologe Nicolas Deichmann in der «Tagesschau» erklärt. Und er gibt auch keine Entwarnung.
(sda/buev;horm)






