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US-Wahlkampf 2012

US-Vorwahlen: Mitt Romney holt rechnerische Mehrheit

Mittwoch, 30. Mai 2012, 4:59 Uhr, Aktualisiert 08:49 Uhr

Dem US-Multimillionär Mitt Romney ist die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Sein Sieg im Bundesstaat Texas sichert ihm endgültig die nötigen Delegiertenstimmen.

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Fast fünf Monate nach dem Beginn der Vorwahlen sicherte sich der 65-Jährige bei der Abstimmung im Bundesstaat Texas die notwendigen Delegiertenstimmen, um sich beim Parteitag im September offiziell zum Herausforderer des demokratischen Präsidenten Barack Obama aufstellen zu lassen.

Fast niemand mag Mitt Romney (10vor10, 01.05.2012)

«Ich fühle mich geehrt»

Schon nach der Auszählung eines Bruchteils der Stimmen in Texas war klar, dass Romney mit einem unangefochtenen Wahlsieg dort die magische Grenze von 1144 Delegierten überschreiten würde, wie unter anderem der TV-Sender CNN berichtete. Von nun an kann er bei dem Wahlparteitag der Republikaner in Florida also auf eine sichere Mehrheit zählen.

«Ich fühle mich geehrt, dass Amerikaner im ganzen Land meiner Kandidatur ihre Unterstützung gegeben haben», erklärte der frühere Gouverneur von Massachusetts am Abend. Es erfülle ihn mit Ehrfurcht, ausreichend Delegierte gewonnen zu haben, um für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat antreten zu dürfen. Den Abend verbrachte Romney in Las Vegas, wo er eine Spendengala mit dem Immobilienunternehmer Donald Trump besuchte.

Wer liegt vorne?

Republikanische Delegiertenstimmen nach verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern – (benötigte Stimmenzahl 1144; Quelle New York Times, Stand 6.6.2012).

Bewerber Stimmen total
Mitt Romney 1398
---------------------- ----
Rick Santorum 267
Newt Gingrich 138
Ron Paul 137

Tatsächlich gilt Romney bereits seit Wochen als designierter Kandidat, seitdem sich seine ärgsten Herausforderer Rick Santorum und Newt Gingrich aus dem Rennen verabschiedet hatten. Auch Obama hat seinen gesamten Wahlkampf längst auf den Ex-Gouverneur von Massachusetts ausgerichtet.

Romney: USA müssen stärkste Militärmacht bleiben

Seine Sicht auf die Stellung der USA als Weltmacht, hatte Romney vor wenigen Tagen nachdrücklich unterstrichen. Das Land müsse die stärkste Militärmacht auf dem Planeten bleiben. «Ich wünschte, ich könnte ihnen sagen, dass die Welt ein sicherer Ort ist», betonte er kürzlich. Doch «das ist sie nicht.»

Die USA stünden vor diesem Hintergrund vor einer Entscheidung: Sie könnten entweder den «europäischen Weg» wählen und ihr Militär immer weiter verkleinern, um das Geld für soziale Belange auszugeben. Romney warf den Europäern dabei vor, sich mit den geopolitischen Bedrohungen abgefunden zu haben. Oder man könne sich zu Amerika als der unangefochten stärksten Militärmacht bekennen, «ohne eine vergleichbare Macht irgendwo auf der Welt».

(agenturen/halp;horm)