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Krise im Euro-Land

Milliarden-Spritze für griechische Banken

Dienstag, 29. Mai 2012, 9:44 Uhr

Die unter Liquiditätsproblemen leidenden griechischen Banken haben eine Finanzspritze aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF ausgezahlt bekommen. Das Geld dient der Rekapitalisierung der vier wichtigsten Banken Griechenlands.

Den grössten Anteil erhielt mit 7,43 Milliarden Euro die Nationalbank, den kleinsten Anteil die Alpha-Bank mit 1,9 Milliarden. Die Eurobank erhielt 3,97 Milliarden Euro, die Piräusbank 4,7 Milliarden.

Verluste und Kapitalflucht

Das Geld ist Teil eines Anleihepakets von 25 Milliarden Euro, die der EFSF dem griechischen Stabilitätsfonds (HFSF) im April zur Stützung der Banken zukommen liess. Insgesamt sollen die griechischen Banken im Rahmen des internationalen Hilfsprogramms aus dem EFSF mit 50 Milliarden Euro gestützt werden.

Die griechischen Banken hatten im Zuge des Schuldenschnitts im März Verluste in Höhe von 28 Milliarden Euro zu verbuchen. Zusätzlich geschwächt sind sie durch die seit zwei Jahren anhaltende Kapitalflucht aus dem krisengeschüttelten Land.

Angesichts der unklaren politischen Lage nach den Wahlen ist die Zukunft Griechenlands ungewiss, auch ein Austritt des hochverschuldeten Landes aus der Eurozone wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen.

(sda/buet; schl)