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Griechische Neuwahlen: Ultra-Linke und Konservative Kopf-an-Kopf
Drei Wochen vor der richtungsweisenden Parlamentswahl zeichnet sich in Griechenland ein spannendes Rennen zwischen Konservativen der Nea Dimokratia (ND) und dem Bündnis der radikalen Linken (Syriza) ab. Vom Ausgang der Wahl könnte Griechenlands Verbleib in der Eurozone abhängen.
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Insgesamt vier repräsentative Umfragen sehen die Konservativen als stärkste Kraft, die 23,3 bis 25,8 Prozent auf sich vereinen könnte.
Die Radikallinken bleiben ihnen jedoch auf den Fersen und erhalten zwischen 20,1 und 23,2 Prozent. Weit abgeschlagen bleibt die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) mit Umfrageergebnissen zwischen 12,6 und 14 Prozent.
Breite Mehrheit für Verbleib in Eurozone
In allen Umfragen wollen mehr als 80 Prozent der Befragten, dass Griechenland im Euroland bleibt. Die Umfragen wurden in der griechischen Presse am Sonntag veröffentlicht.
Nach Einschätzung der Meinungsforscher wird keine Partei die absolute Mehrheit im Parlament erreichen. Damit würde sich erneut die Koalitionsfrage stellen: Wer regiert mit wem in dem Land, das vor dem Zusammenbruch steht?
Schon bei der Wahl am 6. Mai hatte keine Partei die absolute Mehrheit erreicht. Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalition blieben ohne Ergebnis; zu tief sind die ideologischen Gräben zwischen den Parteien. Bis zur Neuwahl am 17. Juni wird Griechenland von einer Interimsregierung geführt.
Alle wollen Sparmassnahmen lockern
Das Bündnis der radikalen Linken mit seinem Chef Alexis Tsipras will die bereits zugesagten Sparmassnahmen in Griechenland auf Eis legen. Diese würden bereits jetzt die Wirtschaft schrumpfen lassen, was zur aktuellen Rekord-Arbeitslosigkeit von 22 Prozent geführt hätte.
Die konservative ND steht eher der Politik der deutschen Bundesregierung nahe. Ihr Chef Antonis Samaras spricht sich aber auch für eine dringend notwendige Lockerung des Sparprogramms und Investitionen aus.
Anderenfalls könne eine Radikalisierung grosser sozialer Schichten, die bislang vom Staat lebten, nicht gestoppt werden. Auch die Sozialisten unter Evangelos Venizelos setzen sich für eine neue Stabilisierungspolitik ein.
Die anderen griechischen Parteien weisen den Umfragen zufolge mehr oder weniger grosse Verluste auf, besonders an den politischen Rändern:
Wahlumfrage Griechenland 27.05.2012
| politische Einordnung | Prognose 27.05.2012 | Wahlergebnis 06.05.2012 | |
| Unabhängige Griechen (AE) | rechtspopulistisch | 5,4 – 7% | 10,6% |
| Demokratische Linke (Dimar) | gemässigt links | 4,6 – 5,7% | 6,1% |
| Kommunisten (KKE) | links aussen | 4,5 – 6,3% | 8,5% |
| Goldene Morgenröte | faschistisch | 4 – 5,2% | 7% |
(dpa/falt; mery)






