Schweiz
Gripen: Saab-Chef beklagt Lauschangriff
Der Vorstandvorsitzende des schwedischen Unternehmens Saab, Håkan Buskhe, ist nach eigenen Angaben mehrmals Opfer eines Handy-Lauschangriffs geworden. Die unlauteren Manipulationen seien während der laufenden Verhandlungen mit dem Bundesrat über den Kauf des Gripen-Kampfjets erfolgt.
In einem Interview mit der schwedischen Tageszeitung «Svenska Dagbladet» erhebt der Saab-CEO Vorwürfe an die Konkurrenzfirmen Dassault und EADS, welche die Kampfjets Rafale respektive Eurofighter herstellen. Namen nennt Buskhe aber keine.
Jemand habe sein Handy gehackt und in seinem Namen gefälschte Textnachrichten gesendet, sagte Buskhe. Er sei beobachtet worden und er wisse genau, dass sein Mobiltelefon mehrere Male angezapft worden sei. «Ich bin erstaunt darüber, wie unsere Konkurrenten arbeiten», gab sich der Top-Manager fassunglos.
Der Bundesrat will 22 Gripen-Kampfjets kaufen. Das letzte Wort dazu dürfte das Stimmvolk haben. Der Saab-Chef sagte im Interview, er sei zuversichtlich, dass das Geschäft mit der Schweiz zu einem Abschluss kommen werde.
(sda/falt;koua)






