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Wirtschaft

Weltraumtechnik: Schweizer Firmen entwickeln mit

Donnerstag, 24. Mai 2012, 23:58 Uhr

Die Schweiz ist eine Raumfahrtnation. Dies sagt die Schweizer Raumfahrt-Industrie. Tatsache ist, dass die Schweiz an fast allen europäischen Raumfahrtmissionen beteiligt ist. Um dies bekannt zu machen, lanciert die Raumfahrt-Industrie die Kampagne «WeltraumSchweiz».

«Wir wollen, dass die Schweizer sich bewusst sind, dass viele High-Tech-Firmen in der Schweiz Zulieferer für die Raumfahrt sind», sagt Hendrik Thielemann, Sprecher der Ruag Space. Zudem seien viele Dinge aus unserem Alltag aus der Raumfahrttechnologie heraus entwickelt worden: Handyempfang, Navigationsgeräte oder Wettervorhersage.

Die Schweizer Raumfahrt-Industrie, unter dem Namen Swiss Space Industries Group (SSIG) zusammengefasst, dürfte mit der Kampagne vor allem ein Ziel verfolgen: Sie möchte möglichst viele Aufträge von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erhalten.

Die Schweiz beteiligt sich derzeit mit 150 Millionen Franken pro Jahr an der ESA. Das Geld stammt aus der staatlichen Förderung für Bildung, Forschung und Innovation. Über deren Höhe für die Periode 2013 bis 2016 wird derzeit beraten.

Die SSIG will nach eigenen Angaben die Spitzenposition der Schweiz in der internationalen Raumfahrt verteidigen. Denn: Fast jeder europäische Satellit, der um die Erde kreist, fast jede Forschungsmission, die in den Weltraum reist, enthält Schweizer Technologie. Für Navigationssatelliten des Galileo-Systems, das künftige europäische Pendant zum GPS, sind Schweizer Atomuhren zentral; für die Ariane-Raketen bauten hiesige Unternehmen Nutzlastverkleidungen, Messtechnik und Triebwerksteile.

Die Schweiz ist zudem Gründungsmitglied der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), deren Präsidentschaft sie im November gemeinsam mit Luxemburg übernimmt. «Nur wer dabei ist, kann mitbestimmen, wohin die Reise geht», betonte Peter Guggenbach, Präsident der SSIG.

(sda/galc; halp)